Besonderheiten im A- und C Tanzen
Henning Klinkenberg, Advanced New´s 1993

Wenn ich in der Vergangenheit in den AN über dieses Thema geschrieben habe, ging es meistens um die innere Einstellung zum Square-Dance als einer Sportart. Es gibt aber auch einige wenige Unterschiede, die das Tanzen selbst betreffen.

Eingentlich für alle Level erforderlich, aber in der Realität wohl nur im A- und C- Bereich selbstverständlivh, ist die notwendigkeit präsizen Tanzens. Dies gilt zunächst:

Für den Caller ist dies die Vorraussetzung dafür, daß er - erste Besonderheit des A- und C- Tanzen Füll-Figuren wie promenade oder do-sa-do weglassen und damit das technische Element stärker in der Vordergrund rücken kann (Figuren wie promenade benötigt man unter technischen Gesichtspunkten eigentlich nur, wenn die Squares unexakt laufen und / oder der Caller sich keine Mühe beim get out gibt,.)

Eine zweite Besonderheit von A- und C- dancing ist die erhöhte Zahl von Positionen und Figuren, die nur mit wenigen SChritten und / oder Drehungen die Formationen völlig verändern, sowie die intensive Nutzung der sich daraus ergebenden Möglichkeiten. Aus diesem Grund wird das Anfassen zu einer leichten Berührung mit den Fingerspitzen (touch, not grip hands) - man kann dann leichter loslassen, sich besser umeinander herum bewegen und wird auch nicht aus Angst oder Besserwisserei herumgeschubst oder gezogen.Dies ist auch die Erklärung dafür, daß zum Beispiel bei Figuren wie star thru oder circle to a line der arch nur angedeutet wird.

Ansonsten unterscheidet sich das Tanzen eigentlich "nur" durch die größere Zahl der Figuren in A und C. Und richtig verstanden wäre es auch in den vorhergehenden Leveln kein Fehler, diese Regeln zu übernehmen. Das Tanzen wird dadurch flüssiger und die Squares werden haltbarer.


Betrachtungen zur Swedish Round Dance Convention Stockholm 29 - 31 Mai 1993
Peter J. Baker, England
Übers.: Gaby Russel

Meine erste Reise nach Schweden habe ich mit Hilfe von Anthea van Santen geplant, den ich zum ersten Mal 1989 in Cham kennengelernt habe. Während eines Gegenbesuch 1992 hatte mir Anthea von der Convention erzählt, und je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr erkannte ich, daß dies eine Gelegenheit war, die ich nicht verpassen durfte.

Bei meiner Ankunft auf dem Flughafen Arlanda, etwa 45 km von Stockholm entfernt, wurde ich von der Gastcuerin Susie Rotscheid, ihrem Mann Gert-Jan und Anthea erwartet, die auf ihrer Heimfahrt von Vasteras einen Umweg machten, um mich abzuholen. Susie, Gert-Jan und ich wohnten bei Ulla-Britt und Casimir Reuterskiold, deren Wohnung etwa 15 Minuten Autofahrt von der Halle entfernt lag. Samstag morgen zeigte Casimir seinen 3 Gästen ganz kurz einige Sehenswürdigkeiten von Stockholm, da niemand von uns noch ein paar Tage länger bleiben konnte, um diese in Ruhe anzusehen.

Die Convention fand in einem Theater statt. Aus dem Zuschauerraum waren die Sitze entfernt und der Boden war auf die Höhe der Bühne gebracht worden. um einen vernünftigen ebenen und stabilen Boden zu schaffen. Oberhalb gab es einen kleineren Raum als zweite Halle, wodurch gleichzeitig verschiedene Levels gecuet/getanzt werden konnten.

Es war interessant an der Registration ein Namensschild zu bekommen. Dadurch wurde der Träger sowohl durch seinen Namen als auch als Teilnehmer an der Convention identifiziert. Mit einem Pizzarestaurant im Ort waren Absprachen getroffen worden, daß Mittag- und Abendessen zu sehr vernünftigen Preisen angeliefert wurden. Ein Liste mit verschiedenen Gerichten lag an der Registration wo die Teilnehmer gleich vorab Ihre Wahl treffen konnten. Somit war das Restaurant gut vorbereitet, wenn 20-30 Tänzer gleichzeitig eintrafen. Kaffee, Tee, Limonade und Kuchen standen während den kurzen Pausen morgens und nachmittags kostenlos zur Verfügung.

Es gab ein volles Programm mit fast allen Levels für graduierte Tänzer. Sonntag fanden Workshops statt für Phase II/III und Phase II/IV. Susie und Gert-Jan führten auch einige Tanze auf höheren Phasen vor. Ein Diagramm zeigte an, wenn in beiden Hallen gleichzeitig getanzt wurde. Zu solchen Zeiten mußte ich erst nach geeigneten Tanzpartnern suchen, bevor ich mich entscheiden konnte, in welcher Halle: ich tanzen soll, da ich bald gelernt hatte, daß es nicht sehr praktisch ist, zwischen den beiden Hallen hin und her zu wandern, da die Tänze sehr bald nicht mehr harmonisierten. Aber es gab eine breite Vielfalt an Tänzen für alle Tänzer, die an dieser Convention teilnahmen.

Der Tanz Sonntagabend begann mit einer europäischen Polonaise, und vor der Afterparty gab es eine Vorführung von Kontra und Line-Dance. Während der Afterparty wurden schwedische Volkstänze vorgeführt.

Die Schwedische Round Dance Association nahm die Gelegenheit wahr und hielt eine Versammlung am Sonntag nach dem Mittagessen ab. Natürlich wurde diese in schwedischer Sprache geführt, so daß ich keine Ahnung habe, worüber gesprochen wurde, nur soviel habe ich mitbekommen daß hin wieder irgendeine Entscheidung getroffen wurde.

Außer Susie, Gert-Jan und mir waren nur vier andere Tänzer von außerhalb Schwedens anwesend. Das war etwas enttäuschend für mich, da Ich von meinen Auslandsreisen gewohnt bin. daß solche Veranstaltung international besucht sind. Die vier anderen Personen kamen aus Dänemark; es waren zwei Schwestern und eine Mutter mit ihrer Tochter. Das war vielleicht der Grund, warum die meisten Ankündigungen der Organisatoren auf schwedisch gemacht wurden. Persönliche Unterhaltungen, an denen ich, Susie oder Gert-Jan teilnahmen, wurden jedoch in englischer Sprache geführt..

Es gab ein paar Dinge, die ich für gut hielt und die für andere Gelegenheiten verwendet werden können. Zum einen gab es einen Phasenanzeiger mit Schaltern, mit dessen Hilfe die gecueten Tanze von Phase II-V per Leuchtanzeige angekündigt wurden. Zum zweiten verwendete Susie während der Workshops Wiederholungsmodule, damit die Tänzer eine Reihe von Schritten immer wieder üben konnten. Ich habe erlebt, daß diese Methode von mindestens zwei anderen ECTA-Cuern, Barbara Drescher und Joachim "The Cueing Machine" Bradl verwendet wurde.

Dieses Wochenende habe ich wirklich genossen: Ich habe einige "alte" Freunde wiedergetroffen und ich glaube. daß ich einige neue gewonnen habe; ich habe gelernt, daß es in Schweden einige wirklich gute Round Dancer gibt - und ich meine Tänzer, die sich gut bewegen und nicht unbedingt High Level Tänzer - und mindestens vier gute Tänzer in Dänemark, wo es in wenigstens einem Teil des Landes einen Mangel an männlichen Tänzern gibt. Es war wirklich schön für mich selbst die Erfahrung machen zu können, daß die Tänzer in Schweden die Tradition der internationalen Square Dance Familie hochhalten - sie behandeln Besucher wie einen lang vermißten Bruder oder eine lang vermißte Schwester.

Ich hoffe, daß dies nicht mein letzter Besuch in Schweden war, aber sollte ich nicht mehr in diese Richtung kommen, die Schwedische Round Dance Association kann stolz sein auf das, was sie in den letzen Jahren erreicht hat. Ich hoffe sehr, daß sich unsere Wege in nicht allzu ferner Zukunft wieder kreuzen, und wenn nicht in Schweden, dann vielleicht hier in England!! Ihr seid herzlich willkommen.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter J. Baker, England