Viele Grüße von Eurem ECTA RD Coordinator !
Als Vorwort möchte ich sagen, daß die Inspiration für diese Briefe von Euch, den Tänzern stammt, durch Fragen die mir gestellt werden, Kommentare von Euch und/oder Erlebnisse von der Tanzfläche. So ist es auch mit dem heutigen Thema:
Was sind "open" Rounds ?
Ich habe ein bißchen in alten Flyers und Programmen gekramt. Der älteste Hinweis, den ich gefunden habe, war vom Winter Jamboree 1964 (!!) - davor (1962) hieß es "impromptu" Rounds. Jedenfalls gab es damals kein standardisiertes Programm für Rounds. Die wenigen RD Cuer in Europa bekamen ihre Tanzinformation aus den USA und lehrten die unterschiedlichsten Tänze in ihren Klubs.
Die Tänzer, die dann bei den Jamborees zusammenkamen, konnten dann Tänze tanzen, die sie vorher nicht gelernt hatten. Die Rounds waren für jedermann "offen". Natürlich gab es mancherlei Schwierigkeiten beim Tanzen der unbekannten Tänze wegen unbekannter Figuren, ungewohnter Kombinationen derselben oder unterschiedlicher Namen für die gleiche Figur, z.B. "cloverleaf two-step" (circle away & together)!
Heutzutage, dank standardisierter Listen und Lehrpläne, können alle RD Leader die Figuren bei gleichem Namen nennen und in einer vorgegebenen Reihenfolge unterrichten. Durch Schaffung eines Repertoires lehrten die RD Leader auch überall die gleiche Tänze, d.h. mehr Tänzer konnten die gleiche Tänze tanzen. Das RD-Programm wurde weniger "offen" und mehr "geplant". Nur sehr wenige der Tänze auf Specials sind nicht vom Repertoire - auf Jamborees sollten alle Tänze vom Repertoire sein (Ausnahme: ("Requested Rounds")
Der Begriff "open Rounds" ist bei Jamborees nicht mehr relevant. Auch bei Specials wäre es besser nur "Round Dancing" mit Phase(n) anzugeben. So würde jeder wissen, was zu erwarten ist, es sei denn, die RD Leader planen viele Tänze ein, die andere RD Leader nicht machen.
Nun zu den Phasen. Die Rounds zwischen den SD-Tips sind meistens Phase II+, einfach weil die Mehrheit der Tänzer diese Phase tanzen kann und sie eine vollere Tanzfläche hergibt. Wenn es eine größere Anzahl Phase III Tänzer gibt, soll Phase III auch erlaubt sein. Die RD Leader sollten versuchen, die Tanzfläche so voll wie möglich zu kriegen, jedoch dabei keinen Level vernachlässigen. Jeder Tänzer hat ja den gleichen Eintritt für seinen Spaß bezahlt. Für die nur-RD Teile des Programms, wenn keine Phasen aufgeführt sind, ist es sinnvoll, eine Mischung aus leichteren und schwereren Tänzen zu bieten, damit kann jeder eine Pause nach Belieben einlegen, ohne zu viel "tote Zeit" zwischen den Tips zu haben. Denkt daran, diese nur RD-Segmente sind wahrscheinlich auf nur eine Stunde beschränkt, die mit Tanzen und nicht mit Herumstehen gefüllt sein sollte.
Eins meiner Lieblingstanzprogramme war die RD-Afterparty auf der National SD Convention 1990 in Memphis, Tennessee. Die Cuer hatten einen riesigen Stapel Platten auf dem Tisch und jeder Cuer hat 2-3 davon aufgelegt, dann gab er an den nächsten Cuer weiter. Es gab keine längeren Pausen, nur so lange um "Der nächste Cuer heißt..." zu sagen und schon wurde wieder getanzt. Die Phasen waren wie folgt: II, II, III, IV, V/VI, II, II, III, IV, V/VI, II, II, III, IV, V/VI, usw... Ich habe von Anfang bis Ende getanzt und hörte nur auf, als ich zum letzten Bus zu meinem Hotel springen mußte. Es war toll !!!!!!!!!!
Zusammenfassung:
Frohes Tanzen!! Herzlichst Euer
Don Casper
ECTA RD Coordinator 96-98
Liebe Freunde,
ich habe einen Schnappschuß beigelegt, der für das Bulletin von Interesse sein könnte.

Die FRONTIER WHEELERS in Genf sind stolz darauf, Mitglieder aus aller Welt zu haben. Abgebildet sind hier (von links nach rechts) Dino aus Sizilien, Virgil aus Rumänien, Maija aus Finnland und Ronaldo aus Paraguay. Ganz links steht Isabell, die wir beim letzten 'Francophone Dance' in Frankreich trafen. Sie ist aus Deutschland und studiert zur Zeit in Dijon.
Wir hoffen, Euch alle am 6. und 7. Juni bei der 'Frontier Fête' in Genf zu sehen. Bitte nehmt mit Annemarie Cohen Kontakt auf
0033 - 450 41 17 13.
Alles Gute,
herzlichst Eure
Dorinda Maio
Es ist ja nun schon allgemein bekannt, daß wir Square Dancer eigentlich ein recht fröhliches Völkchen sind. Wir sind aber auch ein sehr kontaktfreudiges und mitteilsames Völkchen, und aus diesem Grunde existieren nicht nur Tausende von Kontakt-Telefonnummern rund um unseren Erdball, sondern auch eine Vielzahl von Internet- und Mail-Adressen (denn wir sind ja auch ein fortschrittliches Völkchen!!).
Eine solche E-Mail-Adresse besitzen auch die Bembel Swingers:
In dieser Mailbox landet allerhand Interessantes, Wichtiges, weniger Wichtiges oder auch Kappes (wie wir Hessen sagen würden).
Doch was uns Mitte März erreichte, ist eigentlich noch nie passiert. Und so lustig die ganze Sache auch ist, so leicht kann es, wie Ihr jetzt lesen werdet, zu (amüsanten) Mißverständnissen kommen.
Als ich nach geraumer Zeit mal wieder in den Posteingang unserer E-Mail-Adresse schaute, fand ich ein Schreiben aus England. Wir wurden freundlich gebeten, etwas über unseren Club zu berichten und den Ort mitzuteilen, wo wir uns "treffen", denn der Absender hatte die Absicht, nach Frankfurt zu kommen (aus beruflichen Gründen). Aus diesem Anlaß wollte er uns dann besuchen.
Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, da die E-Mail schon vor 8 Tagen eingegangen war und ich sie erst jetzt aus dem Posteingang heruntergeladen habe.
Zum geplanten Besuchstermin waren es jedoch noch 10 Tage, und so teilten wir dem Engländer etwas über unseren Club, den Tanztag und die Kontaktadressen mit und fragten an, wie und wann er genau ankommen würde und ob wir ihn irgendwo abholen könnten.
2 Tage später erhielt ich zwei E-Mails von unserem Freund. Das erste E-Mail sagte aus, daß er nicht nach Frankfurt käme, da er beruflich in die USA fliegen müßte. Den Text des zweiten E-Mails gebe ich hier wörtlich übersetzt wieder:
Danke für Eure Antwort auf mein E-Mail. Ich habe darüber nachgedacht, Euch anzuschreiben und total aufrichtig Euch gegenüber zu sein für den Fall, daß Ihr weitere E-Mail aus Großbritannien erhaltet.
In Großbritannien nennen wir 'SWINGERS' Paare oder Einzelpersonen (männlich oder weiblich), die sich mit anderen Paaren oder Singles zum sexuellen Spaß treffen, um Erfahrungen auszutauschen, zu denen sie sonst niemals Gelegenheit hätten. Wir haben Swinger Clubs in Großbritannien, wo diese Personen sexuelle Treffen arrangieren können, bei denen 2, 3 oder mehr Erwachsene zusammenkommen können.
Ich habe wohl mit meinem E-Mail zu Euch völlig falsch gelegen, da Ihr offensichtlich ein Tanzclub seid, was ich vorher nicht für möglich gehalten habe.
Bitte akzeptiert meine aufrichtige Entschuldigung für den Fall, daß ich Euch beleidigt habe. Mein Vorhaben war, im Raum Frankfurt während meines Besuches ein sexuell befreites Paar zu finden, um einige sexuelle Erfahrungen auszutauschen.
Es tut mir sehr leid, wenn ich Euch damit belästigt habe.
Und spätestens jetzt erinnert sich der wackere TV-Gucker in uns an eine Sendung auf RTL2 namens "Die Reportage". Da gab es nämlich einen Beitrag über eine Swinger Party in Las Vegas. Diese Swinger Party hatte jedoch nicht annähernd was mit Square Dance zu tun, sondern beschrieb genau das, wovon unser englischer Freund schrieb, nur, daß es in noch größerem Rahmen stattfand. Auch in der Sendung "PEEP", moderiert von der allseits berühmt-berüchtigten Verona Feldbusch gab es einen solchen Beitrag.
Doch uns ist bis jetzt niemals der Gedanken daran gekommen, daß man unseren Square Dance Club aufgrund des Namens mit einem solchen "Swinger Club" verwechseln könnte. Nun, man kann es offensichtlich doch!
Auch wenn die ganze Sache ziemlich amüsant ist, halte ich es doch für notwendig, zumindest mal die Clubs von diesem Mißverständnis in Kenntnis zu setzen, deren Clubnamen auch den Bestandteil "Swinger" hat.
Für alle anderen Tänzer ist es interessant, wenn sie nach England oder in die USA reisen. Nicht hinter jedem Club, der den Namen "Swinger" beinhaltet, verbirgt sich also notwendigerweise ein Square Dance Club. Hier ist unbedingt anzuraten, vorher einen Blick in das "National & International Square Dance Directory" zu werfen.
Unsererseits haben wir uns mittlerweile für die Aufrichtigkeit unseres englischen Freundes bedankt und ihm mitgeteilt, daß es sich bei diesen Clubs unter Umständen um Square Dance Clubs handeln könnte. Wir baten ihn, dies auch seinen "Mitkämpfern", wo immer sich die Gelegenheit dazu bietet, mitzuteilen.
Wir hoffen, auf diese Weise dazu beitragen zu können, daß die Square Dancer und die "Swinger" voneinander Kenntnis haben und dies bei ihren Verabredungen bedenken.
Es ist sowohl kreativ als auch sparsam, einen Patchwork-Square-Dance-Rock aus Stoffresten, die von Deinen vorangegangenen Nähprojekten übriggeblieben sind, zu nähen. Aber es würde sogar noch mehr Spaß machen, einen Rock aus Flecken zu nähen, die von den Stoffresten der Kleider Deiner Freunde stammen.
Sammle Stoffreste, die wenigstens 24 cm im Quadrat groß sind, und bitte auch andere Näherinnen, dasselbe zu tun. Wenn Du einen großen Stapel beisammen hast, verabredet Euch zu einem "Fleckentausch".
Für einen 3-stufigen Rock brauchst Du 63 Flecken, 9 für die oberste, 18 für die mittlere und 36 für die untere Stufe. Wenn Du nicht genügend Flecken hast, nimm einfach einige aus weißem Stoff oder in einer Lieblingsfarbe zum Vervollständigen.
Um die Größe Deiner Flecken festzulegen, bestimme erst die fertige Länge Deines Rockes. Dieser sollte etwa 2,5 cm länger als Dein Petticoat sein. Die drei Stufen des Rockes können dieselbe Höhe haben, aber wenn ungleichmäßige Höhen möglich sind, dann muß die oberste Stufe - wegen geeigneter Proportionen - die schmalere und die unterste Stufe die breitere sein. Die mittlere Stufe kann so groß wie die oberste oder die unterste sein, oder eine dazwischenliegende Größe haben.
Mache die Flecken 19 cm breit und 19 cm, 21,5 cm oder 24 cm hoch, je nachdem, wie Du es brauchst. Denke daran, daß diese Angaben eine 1,25 cm breite Nahtzugabe an allen vier Seiten mit einschließt, messe deshalb sorgfältig. Hier sind einige Vorschläge zu den Größen der Flecken. Bei einem 48 cm langen Petticoat: 19 cm im Quadrat für die beiden oberen Stufen und 19 cm breit und 21,5 cm hoch für die unterste Stufe; bei einem 53 cm langen Petticoat: 19 cm breit und 21,5 cm hoch für alle Stufen; bei einem 58,5 cm langen Petticoat: 19 cm auf 21,5 cm für die oberste Stufe und 19 cm auf 24 cm für die beiden unteren Stufen.
Verteile die Flecken auf die drei Reihen und ordne sie so an, wie es Dir gefällt, 9 für die oberste, 18 für die mittlere und 36 für die unterste Stufe. Nähe alle Seitennähte, bis auf eine, in jeder Reihe zusammen, wobei lange Streifen aus Flecken entstehen. Reihe die 18-Flecken-Stufe ein und steppe sie an das 9-Flecken-Stück, knapp säumen, dann die 36-Flecken-Stufe einreihen und diese an die mittlere Stufe steppen. Jetzt nähe die rückwärtige Naht zusammen, wobei ein Reißverschluß eingenäht wird. Oben in der üblichen Art und Weise zum Bund zusammenfassen und Du bist fertig.
Würde es nicht Spaß machen, einen Rock zu tragen, der Dich immer an Deine Square-Dance-Freunde erinnert?
Die geschilderte Entwicklung hat viel Ähnlichkeit mit dem, was wir selbst in den letzten 20 Jahren Square Dance Geschichte in Deutschland miterlebt haben und enthält einige Punkte, die wir auch hierzulande im Auge behalten sollten
- meinen wir jedenfalls.
Editor.
Ich habe mit einem Freund über T2000 gesprochen. Er hatte einige gute historische Gesichtspunkte: (eingeschlossen in >> ... <<)
>> Wenn Du Dich erinnerst: wir hatten einmal einen gewaltigen Zuwachs an Tänzern und das erzeugte einen gewaltigen Zuwachs an Callern. Man hatte nicht genug Zeit, um mit diesen neueren Callern zu arbeiten und sicherzustellen, daß sie verstehen, welche "Macht" ihnen gegeben wurde. Zu der Zeit vertrauten die Tänzer den Callern und arbeiteten wie unter Geschwistern zusammen. Aber als die Zahl der Tänzer schrumpfte . . . blieben einige dieser "neuen Caller". Ist das gut oder schlecht? Wenn ein Clubvorstand damals gesagt hätte "Caller, bring ihnen Plus in einem Jahr bei ", dann hätten viele Caller gekündigt. <<
Ich bin nicht sicher, ob ich diesem Teil der Erklärung zustimme. Ich habe wirklich das Gefühl, daß eher die Caller die Tänzer ermutigt haben, schnell voran zu gehen, als daß die Tänzer selbst das aufgebracht hätten. Weil sich die Caller langweilten und 200 neue Figuren pro Monat entstanden (leichte Übertreibung), war es leichter, neue Figuren hinzuzufügen, als mit den alten zu arbeiten.
>> Dann hatten wir diesen Vorrat an überzähligen Callern, die darauf warteten, für einen Club zu callen. Indem sie alle Warnung in den Wind schlugen übernahmen diese abtrünnigen Caller die Aufgabe - meist mit schriftlichem Vertrag - , die Students im September zu übernehmen und bis Juni auf Club-Level zu bringen. Aber sie alle Figuren aus allen Positionen zu lehren, ihnen die Definitionen beizubringen, ihnen etwas von der Geschichte der Bewegung und der Caller zu erzählen ... ihnen jedenfalls mehr als nur die Standard Positionen beizubringen, das wurde zuviel für die Caller. Auf diese Weise ließen wir soviel wir konnten weg. <<
Der obige Teil ist der wichtigste der ganzen Erklärung. Unter dem Druck, soviel in so wenig Zeit beibringen zu müssen, ließen die Caller von jeder Figur weg, was sie nur konnten, und hörten auch auf, die "Benimmregeln" weiterzugeben.
>> Aber durch das Weglassen einiger Dinge, die es lustig und interessant für sie machte, als sie mit der Aktivität begannen ... haben wir es, nun ja, zu Arbeit gemacht ... die Classes wurden "Arbeit" für die Caller und auch für die Students".<<
Aha! Wichtige Erkenntnis! Vielleicht halten darum Square Dancer "Angel"-tätigkeit für eine "Pflicht". Warum kommen sie nicht zu ihren Freunden zur Class, sondern wollen die Class schnell vorangehen lassen, damit ihre Freunde mit ihnen da tanzen können, wo der Spaß wirklich ist. Classes achten auf die Geschwindigkeit anstatt eine fröhliche Zeit zu haben während sie Square Dance lernen. Classes sind zu Arbeit geworden, mit dem Ziel schnell fertig zu werden als Schwerpunkt. T2000 spiegelt das wider. Der Grundgedanke von P1 und P2 ist nicht so sehr, was gelehrt werden soll, sondern wie lange es dauert, durch die Class zu kommen, durch die Arbeit, durch den Nicht-Spaß.
>> Wieviele freuen sich darüber, nach einem strapaziösen Arbeitstag in die Class zu kommen und zu merken, daß der einzige "Spaß", den sie haben, ist "gesagt zu bekommen, was zu tun ist und keinen Spaß zu haben, es zu tun"? <<
Guter Punkt. Nachdem ich die Class meines jüngsten Sohnes gesehen habe, weiß ich, daß ich niemals meine Freunde oder solche, die ich gern zu Freunden hätte, in eine Class zu diesem Caller schicken würde. Ich glaube er ist ein guter Caller, aber kein Square Dance Lehrer.
>> Wird T2000 irgendetwas daran ändern ... JA ... WENN ... WENN ... WENN die heutigen Caller EINIG sind in ihren Gedankengängen und WENN die Caller die moralische Stärke haben, zusammenzuhalten.<<
Caller haben jetzt nicht die moralische Stärke, den Richtlinien IHRER Organisation zu folgen (das heißt, Callerlab's "Empfehlungen" zu folgen), aber nur durch den Beginn dieses neuen Programms, das die EILE als Zweck und Ziel hat, sollen sie plötzlich die Stärke haben, sich zu erheben für das, was (jetzt) richtig ist?
>> Wie es auch sei, ich befürchte, da sich ACA und Callerlab nicht einig sind ... und wenige junge Caller heute den "Team"-gedanken verstehen ... ich befürchte, daß innerhalb 2-3 Jahren nach Annahme des endgültigen Vorschlags (über den wir 1999 abstimmen) ... , daß wir dann Classes haben werden, die von P-1 nach P-3 schneller als empfohlen gehen werden ... warum ... weil die Caller nicht mehr "führen" wollen und die Tänzer so schnell wie möglich zum nächsten Level wollen, dahin, wo die guten Tänzer tanzen<<.
Ich denke, manchmal "führen" Caller doch. Sie schieben ein paar Plus-Figuren in die Mainstream-Tänze ein, sie lehren eine A1-Figur auf einem Plus-Workshop, sie callen die Stücke einer Figur aus einem höheren Programm und sagen dann "das war XXX, war das nicht lustig und leicht zu tanzen?". Aber ich glaube, mein Freund hat recht mit seiner Beschreibung, was passieren wird.
Warum wollen Tänzer in den nächsten Level? Ist es wirklich deshalb, weil "dort alle guten Tänzer tanzen"?
Caller haben als Grund angegeben, daß die Clubs sie dazu zwingen, die Anfänger geradewegs bis Plus zu lehren. Werden diese Clubs P-1 akzeptieren, wenn sie Mainstream ablehnen, ganz abgesehen von Basic? Werden dieselben Caller, die jetzt, wie Jerry sagt, "so eine Art Plus" beibringen, werden die die Kraft haben, P-1 Level Clubs zu gründen und zu halten, damit ihre P1-Tänzer tanzen können?
Wenn Tänzer durch die Level hetzten und dann Caller wurden, sahen sie den Weg, den sie gegangen waren, als den einzig gangbaren Weg. So wurde die Hetze zum Standard. Ich habe das Gefühl, daß das durch das plötzliche Wachstum des Square Dance auch in Europa beginnt.
In der Freude (und wer wäre da nicht fröhlich?), Square Dance auch in früher geschlossene Gebiete Europas auszubreiten, wurde der hohe Standard der Qualität des Lehrens gelockert, das führte zu schlechter ausgebildeten Tänzern, die nun Caller mit schlechteren Fähigkeiten werden. Vielleicht. Vielleicht. Ich hoffe die Beschreibung ist falsch.
Aber wenn sie stimmt, hoffe ich, daß die verfügbaren Kräfte sehen, was zu tun ist, bevor es ein Problem wird.
Wie können wir also die Fähigkeiten der Sqare Dance Caller verbessern, aller Caller, überall in der Welt, besonders der Caller, die nicht den Hintergrund des Wachsens mit dem allgemeinen Wachstum haben? (Obwohl einige Caller, die Paradebeispiele für das Weiterschieben von Tänzern sind, schon seit 30, 40 Jahren callen.) Wie bringen wir Caller dazu, daß sie gut callen wollen?
Ich glaube nicht, daß T2000 die Antwort ist.
T2000 will das zum Standard machen, was Teil des Problems ist. "Die Zeit, die man braucht" sollte nicht der wichtigste Faktor sein.
Als Einleitung zum Beitrag von Horst auf der Folgeseite bringen wir einen verspäteten Brief zum Thema "Warum Englisch?"
Es ist mir unbegreiflich, warum die Diskussion über "Deutsch oder Englisch beim Square Dance" immer wieder aufkommt. Als ich 1978 an einer SD-Class teilnahm, wurde nur in Englisch gelehrt. Da ich und viele andere deutsche Classteilnehmer keinerlei oder kaum Englischkenntnisse hatten, empfand das als sehr anstrengend. Nachdem die Class beendet war, hatte ich aber nicht nur die SD-Figuren gelernt, sondern auch einige Grundkenntnisse in Englisch; und vor allem hatte ich neu Freunde gefunden, mit denen ich mich nur durch die neu erlernte Sprache verständigen konnte.
Es geht bei diesem Thema auch nicht nur um das "Verstehen" bei einem Besuch im Ausland, sondern auch um die Tänzer in Deutschland, die Deutsch weder sprechen noch verstehen. Da beim Square Dance Freundschaft und Verständigung miteinander doch so groß geschrieben werden, ist es sehr erstaunlich, daß ausgerechnet ein Caller sich daran stört, daß seine Class länger braucht, wenn wegen einiger amerikanischer Students zweisprachig gelehrt werden muß.
Auf Jamborees und Conventions werden die Workshops nur in Englisch abgehalten, es sollte daher meiner Meinung nach für jeden Caller selbstverständlich sein, seine Class mindestens zweisprachig abzuhalten. Damit ermöglicht er "seinen" Tänzern, auch an diesen Workshops teilzunehmen. Die Behauptung, daß eine zweisprachige Class wesentlich länger dauert, kann ich nicht glauben. Ein guter Caller, der sein Hobby mit "Leib & Seele" betreibt, sollte die Frage "Deutsch oder Englisch im Square Dance" erst gar nicht stellen.
Die Stuttgart Strutters wurden am 26.2.1960 gegründet und sind damit einer der ältesten Clubs in Deutschland. Zu Beginn waren über 80% unserer Mitglieder Amerikaner, meistens Armeeangehörige, und es war für die Deutschen eine Ehre, aufgenommen zu werden. Wir tanzten in den Robinson-, Patonville- und Patch-Barracks. Unser aktuelles Clublokal ist das Vereinsheim des TSV Mühlhausen in Stuttgart-Mönchfeld.
Eine ganze Reihe teilweise noch heute sehr beliebter und bekannter Caller war bei uns, allen voran Dave Preskitt (11 Jahre), Steve Sandeman, Mickey Franz, John Ross, Earl Barton, Jim Taylor, Frank Ohlinger und Jörg Schuttenberg. Auch Martin Kull ist ein Strutters"gewächs". Seit 1992 callt für uns Martin Kromer, unser zweiter Caller ist Hans-Peter Ströbele.
Unser Club Special, der Night Owl Dance, findet dieses Jahr zum 30. Mal statt. Die Idee dazu stammt aus Amerika. Vom späten Nachmittag (17 Uhr) bis morgens um 3 Uhr durchzutanzen erfordert schon "Nachteulen"qualitäten. Manche(r) glauben dabei sogar, eine lebendige Eule zu sehen. Zum Entspannen und Gucken gibt es eine Mitternachtsshow und bei der Tombola kann man sein Glück versuchen. Nach dem letzten Tip bekommen alle das Night-Owl-Badge. Ein kräftiges Frühstück ist dann der gelungene Abschluß einer heißen Sommernacht.
Am 1. August in der Gemeindehalle Waiblingen-Beinstein callt zum 19. Mal Dave Preskitt, zusammen mit Martin Kull. Als Cuer sind Klaus Völkl zum 10. Mal und Marie-Luise Schubert zum 8. Mal dabei.
Unser Clubleben besteht jedoch nicht nur aus Square Dance. Wir wandern, besuchen Theater Musicals, gehen essen, veranstalten Partys. Wir freuen uns auf Euren Besuch bei der Night Owl oder Mittwochs 20 Uhr bei unserem Clubabend.
Tanz Niveau von Basic bis C1.
Das Motto lautet "Es ist zu schön um wahr zu sein." Reserviert Euch am besten die zwei folgenden Tage im Kalender:
Der dänische "Östjysk Square Dance Club" hat erfolgreich einer Vertrag mit der schwedischen Plattengesellschaft STING RECORDS abgeschlossen, um ein Square Dance Festival in Hammel (Jütland) durchzuführen, an dem nicht weniger als 10 (ja ihr habt richtig gelesen - zehn!) internationale Caller teilnehmen. Die meisten dieser Caller sind den nordeuropäischen Square Dancern bekannt:
Mindestens fünf Tanzhallen werden zur Verfügung gestellt - darunter die "Hammel Hallerne" (vielleicht von der Danish Convention 1995 bekannt) und Einrichtungen in Skovvangsskolen, wo die meisten Specials des Östjysk Square Dance Clubs stattfinden.
Das endgültige Programm ist noch nicht festgelegt, aber wir zielen darauf ab, ein Non-stop-Tanzwochenende ohne unnötige Unterbrechungen durchzuführen (von der Übernachtung abgesehen). Die Tänzer entscheiden somit selbst wann Sie Pausen für Essen oder zum Ausruhen benötigen.
Wir werden versuchen, in jeder Halle nur ein Tanzprogramm zu bieten. Hierbei müssen nur die Caller umziehen, während der Tänzer das bevorzugte Tanzniveau in derselben Halle genießen können.
Weil der Mittelpunkt des Festivals der Tanz ist, werden keine besonderen Arrangements für Mahlzeiten und Übernachtungen getroffen. Die Tänzer dürfen eigenes Essen mitbringen, aber die Getränke müssen in den Hallen gekauft werden. Der Östjysk Square Dance Club kann geeignete Übernachtungsmöglichkeiten und Speiselokale empfehlen, wobei aber die Tänzer selbst die Reservierungen für Campingplätze, Restaurants etc. treffen muß. Einige Schlafplätze werden in Skovvangsskolen zur Verfügung gestellt.
Bitte verschafft Euch eine Kopie unseres Flyers, der Anfang des Jahres 1998 an viele deutsche Clubs verteilt wurde.
Wir freuen uns, Euch und viele hundert andere begeisterte Square Dancer auf unserem Festival begrüßen zu können, das erstmals außerhalb Schwedens stattfindet.
Weitere Informationen bekommt ihr bei einem unserer Mitglieder des Östjysk Square Dance Clubs "Sting Team." (abends):
Hallo, diesmal schreibe ich Euch über das letzte Studentjamboree. Wie ihr ja bereits wißt, bin ich begeisterte Square Dancerin und die schon seit 10 Jahren. In dieser Zeit habe ich schon eine Menge Studentjamborees miterlebt und jedesmal finde ich es toll, dort zu tanzen. Ich stand diesmal aktiv auf dem Programm Nord, das war neu für mich. Ich sollte eine Clogging Intro geben. Ein klein wenig nervös steckte ich mein Mikro in die Anlage. Viele Gesichter schauten mich erwartungsvoll an. Was ist das? Clogging? Also haben die Anwesenden Clogger erst einmal ein Lied zum Auftakt getanzt. Es muß doch sehr vielen gefallen haben, denn als ich dir Tänzer aufforderte einen großen Kreis zu bilden, war die Tanzfläche voll. Dann ging es richtig los!! Steps und Rocks wurden erklärt, Basic und Triple und Charlston getanzt. Nachdem die Schritte über Auge und Ohr, (sprich Kopf) in Richtung Füße gewandert waren, tanzten wir nach Dolly Parton's "Apple Jack". Bei dem Abschlußtanz, den die Clogger dann in Angriff nahmen, wußte man nicht so recht, war das nun Clogging oder eine neue Form von Eislauf. Der Boden war mehr glatt, was auch schon diverse Square Dancer an diesem Abend erfahren mußten, und durch unsere Taps wurde es noch glatter. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diese Intro zu geben und ich hoffe und wünsche mir, so mancher, der mitgemacht oder auch nur zugeschaut hat, wird die Lust verspüren, sich auch schon bald Taps unter die Füße zu nageln. Auf meine Hilfe könnt ihr jedenfalls rechnen.
Dann kam der Grand March. Für unsere Students was ganz Neues. Überall hörte ich, können wir das tanzen? Dürfen wir da mitmachen? Die Antwort kam dann prompt von den mitgereisten Angeln und Clubcallern. Ich finde eine Studentjamboree einfach toll. Vor allem die Students, aber auch mitgereisten Clubmember haben sehr viel Spaß beim Tanzen und sie lassen sich von neuen Dingen begeistern. nach dem letzten Tip wurde dann das neu gekaufte Square Dance Outfit sorgsam im Auto verstaut. Für die meisten blieb nicht mal Zeit für eine Afterparty, denn der Weg nach Hause war noch sehr weit. Unsere Tänzer aus der Weser-Ems Region hatten sich extra für diese Veranstaltung einen Bus gemietet. Auf der Heimfahrt wurde dann noch ein Glas Sekt getrunken und die Afterparty in den Bus verlegt.
Es war wieder einmal eine gelungene Studentjamboree. Unsere Students hatten die Möglichkeit, zu anderen Callern zu tanzen und dies einmal in einem größerem Rahmen. Es wurden eine Clogging Intro und Round Dance Intro angeboten und Easy Rounds zum Abendprogramm. Während der Classzeit ist es für unsere Students wichtig, an Veranstaltungen dieser Art teilzunehmen. So lernen sie von Anfang an, was unser gemeinsames Hobby alles bieten kann - denn Square Dance ist mehr als nur einmal die Woche Clubabend. Mein Dank geht noch einmal an die Clubs, die dieses Jahr die Studentjamborees ausgerichtet haben.
Nächstes Jahr habe ich dann es nicht so weit: die Studentjamboree Nord wird in Emden ausgerichtet. Tragt es schon einmal in eurem Kalender ein.
Bis bald, Eure Tina
Nach Auszählung der Stimmkarten waren 116 Stimmen dafür und 120 dagegen. Ein Antrag auf schriftliche Abstimmung (die erste in der Geschichte von Callerlab) wurde gestellt, aber mit 116 zu 116 abgelehnt.
Jede Abstimmung einer Convention kann nachträglich durch schriftliche Abstimmung widerrufen werden, allerdings ist das bisher noch nie vorgekommen:
1/3 der stimmberechtigten Mitglieder müssen den Stimmzettel zurückschicken.
2/3 der abgegebenen Stimmen müssen das ursprüngliche Ergebnis überstimmen.
Welche Erleichterung!
So froh ich bin, daß T2000 abgelehnt wurde, so offensichtlich ist, daß das Problem, das damit angesprochen wurde, immer noch da ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn diese Gesprächsrunde weiter bestünde, um andere Wege, die helfen könnten, mehr Tänzer anzuziehen und zur gleichen Zeit Caller und Tänzer für eine größere Akzeptanz der derzeitigen Callerlab-Programme zu gewinnen ("erweiterte Anwendungen natürlich eingeschlossen).
Diese Diskussion in Gang zu halten, ist das mindeste, was wir den Leuten schulden, die so viel Zeit und Kraft aufwandten, das T2000 Programm aufzustellen. Es wäre ein Weg sicherzustellen, daß ihre Arbeit nicht völlig umsonst gewesen wäre, auch wenn ihre Ideen nicht sofort umgesetzt wurden.
Hallo, Ihr Square Dancer,
wenn Ihr auch wie wir diese Jamboree besucht habt, hoffe ich, Ihr werdet mir zustimmen und es auch in Eurem Square Dance Kreis kundtun:
Diese Jamboree war seit langem eine Jamboree, auf der ich mit all meinen Freunden tanzen konnte, da nicht jeder in einer anderen Halle war oder man sich auf mehrere Tanzprogramme aufteilen mußte. Diese Jamboree sollte Schule machen! Da es zur Zeit ja sowieso schwierig ist, Clubs zu finden, die eine Jamboree ausrichten wollen oder können (siehe ausgefallene Spring Jamboree '98), würde der Tanz in nur einer großen Halle und einer zusätzlichen, eventuell kleineren Halle den Aufwand mindern und ebenso die Suche nach entsprechenden Hallen.
Diese Art Jamboree würde uns auch wieder den Grundgedanken des Square Dance nahebringen. Denn nicht "wie komme ich in's nächsthöhere Tanzprogramm?" ist der Sinn vom Square Dance, sondern mit so vielen Freunden wie möglich Spaß beim Tanzen zu haben und Kontakte, Freundschaften zu vertiefen oder herzustellen.
Nochmals ein großes Dankeschön an die Organisatoren und alle Beteiligten dieser Jamboree; hoffentlich machen es Euch bald viele nach!
Bis bald in einem Square
Das Friendship Badge wurde schon 1970 auf Anregung von Jim und Jean Cholmondeley geschaffen, um den Besuch anderer Clubs zu fördern. Man hatte zunächst nur an eine Version dieses Badge (weiß und rot) gedacht, das als erste Lynn Sandström beim Fall Round Up 1970 erhielt, Ganz schnell zeigte sich jedoch, daß die Idee so gut war, daß die Tänzer mehr als 13 Clubs besucht hatten, wofür dieses Badge vorgesehen war. Beim Summer Jamboree 1971 wurde das weiß-goldene Badge für 26 besuchte Clubs geschaffen und dem folgten 1983 das schwarz-silberne Badge für 52 besuchte Clubs und das schwarz-goldene Badge für 104 besuchte Clubs. Inzwischen haben wir Tänzer schon das blau-silberne Badge für 208 besuchte Clubs verliehen. Das Badge für 13 Clubs wurde 1996 abgeschafft.
Die Regeln für das Friendship Badge sind die ganze Zeit im wesentlichen gleich geblieben. Die einzige wichtigere Ausnahme ist, daß ursprünglich nur der Besuch eines Clubs in Europa zählte. Diese Beschränkung ist inzwischen entfallen, so daß heute der Besuch eines Square (oder Round) Dance Clubs auf der ganzen Welt für das Friendship Badge zählt.
Als Nachweis für den Besuch gilt die Unterschrift eines Vorstandsmitglieds des besuchten Clubs im "Friendship Book". Wendet Euch an Euren Clubvorstand, um zu erfahren, wo es dieses Büchlein gibt.
Die Grundidee des Friendship Badge war und ist, den Besuch anderer Clubs zu fördern. Dies bedeutet, daß man eine Unterschrift nur von einem Club erhalten kann, bei dem man nicht Mitglied ist. Eine weitere wichtige Regel besagt, daß man mindestens 2/3 der Tänze am Clubabend getanzt haben muß.
Die Friendship Badges werden nach den Jamborees versandt, vorausgesetzt, daß das Buch mit einem selbst-adressierten und freigemachten Umschlag während dem Jamboree bis spätestens 19:00 Uhr am Samstag bei der Registration abgegeben oder vor dem Jamboree dem Vizepräsidenten per Post (bitte keine eingeschriebenen Briefe) zugesandt wurde.
Die Liste der verliehenen Friendship Badges wird nach dem jeweiligen Jamboree im Bulletin veröffentlicht.
Um den Gedankengang des Briefes nicht durch sofortige Erwiderungen zu stören, haben wir Nummern eingefügt, um die Stellen zu markieren, auf die sich unsere Antworten beziehen.
Anneli & Jens Hubmann Dortmund, d. 03.02.1998
Hansjörg & Angelika Pade Neu-Isenburg
Betrifft: Brief von Peter Weber
Als ich den Artikel las, da stieg in mir ein ziemlicher Ärger hoch. Nicht über den Inhalt des Briefes von Peter, sondern vielmehr darüber, wie der Editor, von dem man normalerweise Neutralität erwartet, reagiert hat. (1)
Ist das Bulletin nun Sprachrohr der europäischen Square Dancer, oder nur Hilfsmittel der EAASDC sich zu profilieren. Sind nur positive Artikel gern gesehen, oder akzeptiert man auch Kritik? (2)
Ich kenne Peter seit vielen Jahren und weiß, daß er kaum ein Meeting ausließ. Peter war auch lange Zeit Mitglied im Board der EAASDC. Ganz im Gegenteil zu anderen Teilnehmern dieser Meetings, nahm er oft kritisch zu bestimmten Themen Stellung. Ist das verboten? Oder sind nur stumme, meinungslose Teilnehmer gern gesehen? (3)
Die Alternative, den Brief in der Eingangspost liegen zu lassen,bestätigt meine Annahme, daß eine Zensur der eingesandten Briefe stattfindet und daß nicht alle Briefe veröffentlicht werden. Mißbraucht hier der Editor etwa seine Befugnisse? (4) Ein von mir im August '97 eingesandter Brief zum Thema "Square Dance Kleidung" ist jedenfalls bisher ignoriert worden.(5)
Noch einmal zum Inhalt des Briefes von Peter: Wieso darf man nicht kritisieren, ohne gleichfalls Lösungen zu liefern. Sollte nicht vielmehr das Board sich Gedanken über berechtigte Kritiken machen? Ich kann nur sagen, daß die Schilderung des Hergangs eines Meetings originalgetreu wiedergegeben wurde. Auch ich habe oft den Ablauf so empfunden. (6)
Ein bißchen mehr Kompetenz und gleichzeitige Stellungnahme habe ich z.B. auch in der ziemlich heftig geführten Diskussion über die Square Dance Kleidung seitens des Boards erwartet. Ich denke, ein Board sollte nicht nur zu den Meetings "anwesend" sein, sondern auch während der schriftlichen Diskussionen im Bulletin seine Existenz kundtun.(7)
Squarely
Jens Hubmann Kohlenpott-Hoppers
Lieber Jens,
(1) auch wenn der Ärger in Dir so schnell hochgestiegen ist, daß Dir noch nicht
einmal Zeit für eine Anrede geblieben ist, fänden wir es höflicher und
verbindlicher, in einem an uns gerichteten Brief auch direkt mit "Ihr / Euch"
anstatt indirekt mit "der Editor" angesprochen zu werden.
(2) Was ist das Bulletin? Im Impressum steht: "Das EAASDC BULLETIN ist das offizielle Magazin der European Association of American Square Dancing Clubs." Aufgabe ist Laut Satzung die "Verbreitung von Nachrichten und Informationen, die für Square Dance betreibende Vereine und deren Mitglieder von Interesse sind". Die dazugehörige Satzung sagt etwas präziser, was das sein soll: Protokolle der Meetings, Listen der Boards von EAASDC und ECTA, Briefe des Boards, Kalender, Directory, Liste der Friendship Badges, Werbung für Jamborees und allgemeine Informationen über Square und Round Dance sowie Clogging. - Nirgendwo ist von irgend jemandes Sprachrohr die Rede. Ich habe im Bulletin bisher auch keine Profilierungsversuche feststellen können: die meisten muß ich erst auffordern, zu einem Thema etwas zu schreiben. - Wir haben in unserem ersten Heft (Nov. 96) gesagt, daß wir zusätzlich gern die Meinungen der Tänzer zu bestimmten Themen veröffentlichen möchten, nicht müssen, wie Du weiter unten meinst.
(3) Kritik beim Meeting: Hier bringst Du wohl etwas durcheinander. Wir haben uns mit keinem Wort zum Verhalten der Teilnehmer während des Meetings geäußert. Zu "Kritik im Bulletin" haben wir mehr als einmal geschrieben: konstruktive Kritik erwünscht. Das heißt, nicht nur meckern, sondern auch Vorschläge zu Verbesserung zu machen.
(4) Das Wort "Zensur" klingt nach totalitären System, Unterdrückung der Pressefreiheit und Schlimmeren und ist unserer Meinung nach ein völlig überzogener Begriff für einen Vorgang, der völlig normal ist auch für jede "richtige" Zeitung ist: schon allein aus Platzgründen können nicht alle Leserbriefe veröffentlicht werden. Wie oben schon erwähnt, besteht auch keine "Veröffentlichungspflicht". Entschieden wird nach aktuellen Thema und Umfang. Das Recht zur Kürzung haben wir uns vorbehalten, nehmen es aber nur ungern und sehr vorsichtig wahr. Welche Befugnisse wir mißbraucht haben sollen, ist uns unklar. Wann immer wir unsere eigene Meinung zu etwas äußern, ist diese durch den abweichenden Schrifttyp (wie hier) gekennzeichnet.
(5) Von Dir sind im Mai 97 1,7 Seiten Bericht zum Student Dance und im August 97 1,5 Seiten zur Kleiderdiskkussion gedruckt worden. Anstelle Deines zweiten Briefs zum gleichen Thema haben wir auf den verfügbaren sechs Seiten sieben andere Tänzer zu Wort kommen lassen - war das unfair?
(6) Noch einmal unsere Forderungen: Keine persönlichen Angriffe, kein Gemecker ohne Gegenvorschlag! Ich hatte mit Peter über die erste Version seines Berichts in diesem Sinne gesprochen und er hat ihn darauf um einige Vorschläge ergänzt.
(7) Wir sind verwirrt wegen Deiner widersprüchlichen Wünsche: Wir gehören zum Board, sollen also mitdiskutieren, anfangs hast Du aber von uns "Neutralität" gefordert. Wir haben z.B. unsere Meinung zur Kleiderfrage geäußert, Du hattest darauf in Deinem (veröffentlichten) Brief auch geantwortet. Um bei unseren eigenen Prinzipien zu bleiben: wir wollen uns nicht nur über Deine Widersprüche beschweren, sondern machen Dir und allen unseren Lesern einen Vorschlag:
An alle Leser, deren Briefe oder Artikel auch (noch) nicht veröffentlicht wurden: Bei uns werden fast alle Zuschriften im Körbchen "mögliche Artikel" gesammelt. Auch wenn sie nicht sofort verwendet werden können: die meisten Themen kommen ganz bestimmt immer wieder auf den Tisch und damit auch eure Beiträge. Deshalb: Schreibt uns mal wieder !
Angelika + Hansjörg