Offener Brief des CSCTA Präsidenten an den ECTA Präsidenten
Jiri Rogalewicz
Übers.: Dani Schell

Hallo Kenny,

die folgenden Zeilen beschreiben einige der Kommentare zum Fall Round Up in Wolfratshausen, aber sie sind noch immer aktuell. Ich habe diese Kommentare nach dieser Veranstaltung von unseren Tänzern gehört. Ich weiß, daß das schon fast vier Monate her ist, aber eine ähnliche Situation gab es auch beim Winter Jamboree in Lampertheim. Ursprünglich wollte ich Dir das in einem privaten Brief mitteilen, aber beim letzten Treffen des CSCTA-Vorstands wurde mir die Aufgabe übertragen, diese Kommentare im Namen unserer Vereinigung an ECTA zu schicken.

Vom 3.-5. September kamen viele unserer Tänzer nach Wolfratshausen. Nach 3 Jahren war diese Veranstaltung für tschechische Tänzer wieder einmal in angenehmer Reichweite. Das letzte Jamboree in der Münchner Region war das Summer Jamboree 1990 in Unterschleißheim. Es war das erste Jamboree in meinem Square Dance Leben. Damals war ich noch ein Anfänger im Square Dance, und in unserer Republik gab es erst wenige Square Dancer. Seit 1990 haben wir im SD große Fortschritte gemacht, aber wir erinnern uns noch oft an das erste Jamboree in Unterschleißheim. Das waren meine Gedanken, als ich in Wolfratshausen ankam. Das Wetter war fast so 1990, Regen, Regen und nochmals Regen. Aber die Organisation war perfekt. Zwei schöne und große Hallen und Übernachtungsmöglichkeiten in einer nahegelegenen Schule. All diese Räumlichkeiten waren mit vorübergehend überdachten Korridoren verbunden, und die Tänzer konnten sich ohne naß zu werden, von einem Ort zum anderen bewegen. Aber nicht alles war positiv.

Seit ich mit Square Dance angefangen habe, habe ich gelernt, daß die einzige offizielle Sprache beim Tanzen Englisch sei und daß wir alle Grundkenntnisse dieser Sprache besitzen sollten. Ich begann zusammen mit unseren Tänzern Englisch zu lernen. Und wir sahen, daß es funktionierte. In Deutschland, in Dänemark, in den Niederlanden, in Italien. Überall wurde alles auf Englisch gemacht und die Jamborees waren das I-Tüpfelchen. Unsere Tänzer waren zufrieden und engagiert. Ich erinnere mich an das ECTA Membership Meeting vor ungefähr zwei Jahren, auf dem wir beschlossen, daß die offizielle Sprache der Meetings Englisch sein sollte. Obwohl ungefähr 95% der Caller und Cuer Deutsche waren, wurde für Englisch gestimmt. Damals glaubte ich, daß das eine der Square Dance Regeln wäre. Aber plötzlich war es damit vorbei. In Wolfratshausen hörten wir Deutsch von der Bühne, nicht nur in Ankündigungen zwischen den Tips, sondern auch wenn Caller besondere Positionen erklärten. Der Grand March fand ebenfalls auf Deutsch statt. Als ich einige Caller, die auf dem Programm waren, darauf ansprach, bekam ich als Antwort: "Na, fast alle Tänzer sind doch Deutsche." oder "Unsere neuen Tänzer können noch kein Englisch, wir müssen es für sie in Deutsch machen." Ich antwortete mit einer Frage: "OK. Wir können es folgendermaßen machen. Ein Jamboree in Brüssel ist auf Französisch, In Varese auf Italienisch und in Prag wird es Tschechisch sein. Was haltet ihr von diesem Vorschlag?" Die Antwort war: "Das ist unmöglich. Niemand würde etwas verstehen."

Die Zeit verstrich und das Winter Jamboree in Lampertheim kam. Ich konnte aus beruflichen Gründen nicht hingehen, aber nach dem Jamboree habe ich zu diesem Problem wieder viele Anmerkungen und Kommentare von unseren Tänzern gehört. Ich denke die Regel ist einfach: alle Calls, alle unterstützenden Anweisungen, alle Workshops MÜSSEN auf Englisch gemacht werden. Einige Ankündigungen und Anmerkungen können zweisprachig gemacht werden, auf Englisch und der jeweiligen Sprache. Aber es sollte ausgeschlossen sein, während der Tänze etwas anderes als Englisch zu hören. Und ich wende mich nun mit einer Frage an den ECTA Vorstand und alle Caller und Cuer. Wie steht ihr dazu? Seid ihr meiner Meinung oder nicht?

Bis bald in einem Square
Jiri Rogalewicz, Präsident CSCTA


Clogging
Monika Zöller, City Clicker Dance Group

Das Interesse für Clogging wächst ständig. Es bilden sich immer mehr Clogginggruppen und neu Klassen sind geragt. Woran das liegt? Sicherlich nicht an der benötigten Kondition, nicht am vergossenen Schweiß und auch nicht an den müden Füßen, die man zweifellos, bei vollem Training bekommt.

Ja aber woran dann? Aufgrund meiner langen Erfahrungszeit vermute ich, daß es die unglaubliche Vielfältigkeit dieser Tanzart ist, welche die Tänzer anzieht und begeistert. Egal welche Taps getragen werden, welcher Boden etc. die Phantasie der Tänzer wird so enorm angeregt, daß jeder, hat er erst einmal damit begonnen, ungern wieder aufhört.

Ob traditionelles oder zeitgenössisches Clogging, es spielt keine Rolle welche Art von einer Gruppe bevorzugt wird. Es ist aber wichtig, daß jeder Clogger die Unterschiede kennt. Das traditionelle Clogging kommt aus dem Appalachiangebiet, wo es aus der Pionierzeit bis heute erhalten blieb 7und in seiner ursprünglichen Art getanzt wird, d.h. unbedingte Einhaltung der Up-and-Down Bewegungen, keine Taktpausen, keine Drehungen, keine Abweichungen ins Ballroom-Dancing. Festeinstudierte Tänze werden nur für Vorführungen erlernt.

Viele Appalachian-Clogging Teams bevorzugen Mountain-Style Figuren, aber die Tänzer "freestylen" nach ihrer eigenen Idee. Das bedeutet, der Tanzablauf ist vorgegeben, die Schrittkombinationen für denselben bleiben der Phantasie überlassen.

Im zeitgenössischen Clogging verändert sich die Tanzart. Wir finden Elemente aus fast allen Tänzen, seien es Drehungen, Sprungkombinationen, Holdpunkte etc. abgeschaut aus Jazz- Tap- Round und Ballroomtänzen und auch aus der Acrobatic.

Inwieweit diese Form von einer Gruppe mit einbezogen werden, bleibt den Tänzern überlassen. Das wichtigste ist die Freude am Tanzen und dieselbe wird mit "Freestyle" enorm gefördert. Freestyle bedeutet, jeder Tänzer tanzt nach seiner Kondition, seinem Musikempfinden und nach seiner eigenen Ausdrucksweise und versucht nicht im gleiche Schritt mit anderen Tänzern zu sein.

Das Gegenteil davon ist das "Precision Tanzen". In dieser Art werden von allen die gleichen Bewegungen und Schrittfolgen ausgeführt und die Schrittwechsel erfolgen zur selben Zeit. Verwendet man aber zuviel Zeit mit dem Precision Tanzen, so geht die Bereitschaft zum Freestyle verloren. Diese Reaktion konnte ich bereits an Gruppen beobachten, die, nach vielen einstudierten Tänzen, zum Freestylen nur sehr schwer in der Lage waren.

Clogginggruppen befinden sich ja schon lange unter der Obhut von EAASDC. Erfreulich ist aber nun, daß Clogging sich jetzt auch seinen Platz in der ECTA erobern kann. Somit ist gewährleistet, daß es ein fester Bestandteil der zukünftigen Veranstaltungen sein wird.

Hier in München ist Clogging seit langer Zeit ein fester Beitrag zur Tanzszene. Den ersten Cloggingclub, sie "Country Cloggers Munich" gibt es ja bereits seit dem 1. August 1986 und aus diesen Reihen hat sich nun zum 1. Januar 1994 ein neuer Club formiert, "The City Clicker Dance Group". Die erste, gemeinsame Aktion dieser beiden Münchner Clogging Clubs war ein überaus erfolgreicher Auftritt bei der diesjährigen Studentparty in Gröbenzell, veranstaltet von den Jolly Jokers aus München. Als Gäste konnten die Jolly Jokers über 400 Tänzer verzeichnen.

Die City Clicker Dance Group wird am 11. Juni 1994 im Garchinger Bürgerhaus einen Einführungs-Clogging-Special-Dance veranstalten und will sich damit vorstellen. Freundlicherweise haben sich für diese Veranstaltung folgende Teacher kostenlos zur Verfügung gestellt:

Annette Lieb, Tina Kipp, Elli Kern und Irene Priwitzer

Für diese Unterstützung möchten wir uns auf diesem Wege ganz herzlich bedanken und hoffen, daß uns recht viele Clogger von nah und fern besuchen kommen. das Programm wird abwechslungsreich und für jedermann interessant gestaltet sein. Es bleibt zu wünschen, daß sich die Zusammenarbeit der Cloggingteacher in der ECTA genauso erfolgreich entwickelt, wie dies ja schon bei den Callern und Round-Dance-Teachern der Fall ist.

In diesem Sinne, HAPPY CLOGGING


Applaus!!!
RudiPohl

Es wäre schade, wenn der Applaus aussterben würde.

Stellt Euch vor, eine große Halle gefüllt mit Square Dancern. Ein Tip, irgendwann, in der Mitte des Programms ist gerade vorbei. Da ist eine Gruppe von 8 Tänzern in jedem Square, die zur Mitte gehen, die Hand ausstrecken, "Thank You" sagen, noch ein paar Worte wechseln, sich auflösen und zur Seile gehen.

Wenn diese Situation in Deiner Gegend so üblich ist, dann halte ich das für nicht gut. Denn eines, was immer zu unserem Sport gehört hat, ist der spontane Applaus am Ende eines jeden Tips. Durch unseren Applaus sollten wir unseren Gefühlen freien Lauf lassen und unserer Freude Ausdruck geben, daß wir mit unseren Freunden tanzen konnten. In der Weise, wie wir Dankeschön sagen zu allen anderen im Square, sollten wir auch ein "Bravo, gut gemacht" zu der Person sagen hinter dem Mikrophon. Ein Caller sagte uns kürzlich, daß fast keine Reaktion von den Tänzern zu ihm dringt, wenn er einen Tip fertig hat. "Ich habe mir alle Mühe gemacht, den Tänzern mein Bestes zu geben, um ihnen Spaß zu bringen. Ich erwarte nicht, daß sie auf die Bühne springen und mich auf ihren Schultern durch den Saal tragen, aber die Reaktion ist mein Barometer. Ich beurteilen meine Arbeit danach, wie sie auf meinen Call nach jedem Tanz reagieren. Ein lauter Applaus sagt mir alles. Ein sehr oberflächlicher Applaus sagt mir, daß ich meine Hausaufgaben nicht gut genug gemacht habe, daß ich meine 'Tänzer nicht nach Haus gebracht habe, daß meine Kombinationen und meine Choreographie nicht glücklich gewählt waren und nicht effektvoll. Als ich mal mit einem guten Square Dance Freund darüber sprach, war seine Antwort: Mach Dir deswegen keine Sorgen, sie wären nicht gekommen, wenn sie Dein Callen nicht mögen. Aber das befriedigt nicht meine Vorstellung einer sichtbaren Reaktion.

Caller sind mehr als nur Schausteller. Sie sind das Zwischenglied zwischen Tänzer und dem Square Dance. Sie wollen das bestmögliche in diesem Job geben und die Bestätigung für ihre Arbeit ist der Applaus. Applaus drückt Anerkennung aus, Zustimmung und Einverständnis. In gewisser Weise ist es eine Art "Ehrengabe", wie eine Gruppe ihr "Dankeschön" zum Ausdruck bringt. Im Unterbewußtsein ist es auch ein bißchen kindliche Freude, wenn man ohne zu patzen durch den Tanz gekommen ist (ein Grund mehr für ein Applaus) und Spaß hatte, mit 7 anderen glatt durch den Tip gekommen ist.

Applaus ist eine Tradition in unserer Aktivität. Es ist das Natürlichste. Es ist einfach und es ist Square Dance. Wir haben beobachtet, wenn wir einer größeren Gruppe Round Dancer zuschauen, wie häufig es vorkommt, daß man scheu, ja fast ängstlich nach dem Round mit schwachem Applaus die Tanzfläche verläßt - selbst wenn es der größte Round war, der je geschrieben wurde. Vielleicht liegt es daran, daß sie den Ablauf des Tanzes kennen und nicht völlig abhängig sind vom Cuer. Es kann auch daran liegen, daß man hier nur zu Zweit tanzt und einen Erfolg mit wenigen Worten zum Ausdruck bringt.

Wir hoffen, daß diese Art der Reaktion im Square Dance niemals Fuß faßt. Egal, wie wir es sehen, wir müssen uns gegenseitig anerkenner, unsere Begeisterung zum Ausdruck bringen über den geade beendeten Tanz, von Tänzer zu Tänzer, auch ein "Thank You" zum Caller. Der natürliche, zwanglosen, ansteckende Klang eines starken Applauses gehört zum Square Dance und wir hoffen, daß er nie ausstirbt.


Unsere Erfahrungen mit dem Square Dance Gastaustauschprogramm
Ron und Corry van Dijk
Übers.: Matthias Böhringer

Anfangs des Jahres begannen wir mit unseren Überlegungen unseren Urlaub wieder in den USA zu verbringen. Wir dachten daran, nach Denver, Colorado, zu fliegen, dort ein Auto zu mieten, und wollten dann den Rocky Mountain und den Yellowstone Nationalpark besuchen und auf einer anderen Route, möglicherweise über Salt Lake City und den Arches Nationalpark, zurückfahren. Da passierten zwei Dinge, die, so wie ich jetzt auf sie zurückschaue, diese Reise in einen wunderbaren Urlaub verwandelten.

Zuerst erzählte uns Kathy Murphy-Koster von einem Square Dance Camp nahe der westlichen Einfahrt des Yellowstoneparks (es stellte sich heraus, daß es etwa 15 km weit weg war, aber das ist sehr nahe für Amerikaner). Wir hatten schone Erinnerungen an das Square Tanzen dort von einem Besuch in Oklahoma City 1989.

Zum zweiten lasen wir im National Square Dance Directory eine Anzeige über den Square Dance Guest Exchange (Square Dance Gastaustauschprogramm). Der Zweck dieser Organisation ist, daß Square Tänzer, wenn sie unterwegs sind, zu sehr vernünftigen Preisen bei anderen Square Tänzern übernachten können. In Amerika kostet das üblicherweise $ 20, Frühstück inbegriffen, pro Paar bei einem Mindestaufenthalt von 2 Nächten.

Wir hatten vor, uns die "mile high city" einen Tag lang anzuschauen und, wenn möglich, tanzen zu gehen. Also schrieb Corry an Al und Darlene Lewis. die Vorsitzende dieses Austauschprogramme sind, mit der Bitte um mehr Informationen. Wir bekamen daraufhin einen sehr freundlichen Brief mit einer Liste der (zu dieser Zeit) verfügbaren Adressen von Gastgebern und ein Antragsformular, mit dem wir Mitglied und selbst Gastgeber in dieser Organisation werden konnten.

Wir antworteten, gaben die allgemeine Richtung unserer Reise an (wir hatten nur im Lionshead Square Dance Resort nahe Yellowstone reserviert, da jeder uns sagte, daß wir ohne Reservierung da wohl nicht hineinkommen) und baten um eine Adresse im Gebiet von Denver für zwei Nachte. Al schickte uns die Adresse von Square Tänzern in Lakewood (südwestlich von Denver) mitsamt einer Karte und genaueren Informationen. Er bot auch an, für uns Zimmer zu reservieren in einem Motel in Estes Park, das auf der Ostseite des Rocky Mountain Nationalparks liegt, etwa eine halbe Tagesreise von Denver. Einige Wochen später bekamen wir eine ganze Reihe von Motelprospekten mit der Post und, weil mich das doch etwas verwirrte, ich rief Al daheim an in Grand Junction, Colorado. Er sagte mir dann, daß er nach Denver kommen konnte an dem Tag unserer Ankunft, so daß wir darüber reden könnten (es sind ungefähr 420 km von Grand Junction nach Denver). Als wir bei unseren netten Gastgebern ankamen, war schon der Besuch eines Square Dance Abends für uns arrangiert. Mit sieben Leuten gingen wir am nächsten Abend dorthin und verbrachten einen schönen Clubabend mit einem weiblichen Caller, die bei der World Convention in Den Haag war. Unsere Gastgeber zeigten uns am späten Nachmittag die Gegend (z.B. das Grab von Buffalo Bill) und später kamen dann Al und Darlene bei unseren Gastgebern an. Er hatte uns einige Vorschläge gemacht bezüglich unserer Unternehmungen.

Es stellte sich heraus, daß er eine komplette Rundreise für uns arrangiert hatte, ausgehend von Denver über den Rocky Mountain Nationalpark, Steamboat City (Colorado), Jackson (Wyoming), Teton Nationalpark, Yellowstone, Salt Lake City, Grand Junction, Aspen und Durango zurück nach Denver (der Kilometerzähler im Auto stand nachher bei rund 6400 km). Während dieser Zeit konnten wir siebenmal bei Gastgebern des Square Dance Austauschprogramme übernachten. Darüberhinaus zeigte er uns am nächsten Tag noch Denver, da er es sehr gut kennt. Auf uns allein gestellt hätten wir sicher weniger Attraktionen gesehen.

Nach Denver genossen wir die wunderschöne Landschaft des Rocky Mountains Nationalparks (wir fuhren auf dem Weg dahin durch eine kleine Stadt namens Nederland), des Grand Tetons und des Yellowstone Nationalparks. Wenn ihr hohe Berge mögt, dann seid ihr hier genau richtig. Als wir dort waren, wurde der Tanz in Lionshead von Mike Sykorski gecallt, wie die Amerikaner sagen, der Beste, den sie haben, und ein großartiger Entertainer. 1995 kommt et nach Deutschland. In diesem Camp kann man von Ende Mai bis Ende August 6 Tage in der Woche morgens, mittags und abends tanzen. Es gibt auch einen Campingplatz für Wohnmobile (die Dinger sind wirklich groß in den USA), die Straßen heißen da "Allemand Left Lane" oder "Square Thru Road".

Nach diesen wunderbaren Erlebnissen fuhren wir nach Salt Lake City und tanzten dort bei einem Klub in der Innenstadt und bei einem Special am Bear Lake. Unsere Gastgeber, die uns dorthin mitnahmen, hatten sich bei der Entfernung etwas verschätzt, so daß wir erst um 21:45 dort ankamen. dabei sollte der Tanz von 20:00 bis 22:00 dauern. Aber als der Caller hörte, daß wir aus den Niederlanden kämen, setzte er den Tanz bis 23:00 fort.

In Aspen (Colorado) übernachtete wir bei einem Ehepaar, das ein Stück Berg besaß mit einer ehemaligen Silbermine. Er entdeckte das, weil dort schmale Gleise für Loren aus dem Berg ragten. Er begann zu graben und hat bis jetzt etwa 100 m wieder geöffnet.

Zwischendurch verbrachten wir ein Wochenende bei A] und Darlene in Grand Junction, von wo aus sie uns den Black Canyon von Gunnison, den Arches Nationalpark und Dead Horse Point zeigten. Gerade das letzte Gebiet ist sehr beeindruckend. Wir übernachtete da bei einer Dame, die ein eigenes Square Dance Zimmer für mindestens 4 Squares Zuhause hat. Sie zeigte uns auch ein Bild von einem Square, der bei einer Parade in Los Angeles auf einem fahrenden Wagen tanzte. Wir gingen miteinander zu einem Tanz, wo die anderen Tänzer immer auf unser Klubbadge von den Delta Swingers starrten: der Name der Stadt war Delta (Colorado). Von Aspen aus fuhren wir in die Südwestecke von Colorado. Dort besichtigten wir die alte Indianersiedlung von Mesa Verde und gingen freitags mit unseren Gastgeber zu ihrem Klubabend, am Samstag fuhren wir nach Farmington (New Mexico) zu einem Special. Für diejenigen in Brüssel, die ihn kennen: in einer Lokalzeitung las ich ein spezielles Dankeschön an einen Caller namens Delbert Teeple.

Zurückschauend kann ich sagen, daß wir unseren Urlaub fast genauso verbracht haben, wie Al ihn für uns geplant hatte. Wir genossen es, Ortsansässige zu treffen. Jedesmal waren wir überrascht von der Freundlichkeit. mit der wir empfangen wurden. Wir gingen zu einigen Tänzen zusammen mit unseren Ostgebern und sie gaben uns viele nützliche Hinweise über die Örtlichen Sehenswürdigkeiten.

Wir glauben, daß dieses Square Dance Gastaustauschprogramm eine großartige Gelegenheit ist, um bei vernünftigen Kosten neue Freunde im Ausland zu treffen. Da Al das Programm auch nach Europa ausdehnen will, habe ich mich angeboten. bei Bedarf als Vermittler zu agieren. Es gibt bereits einige Gastgeber in Eng]and und Deutschland. Falls jemand unter Euch Tänzern aus Belgien, den Niederlanden oder jedem anderen Land mehr Informationen braucht oder gleich mitmachen will als Gast oder Gastgeber, der kann entweder an mich oder direkt an Al und Darlene Lewis schreiben, wir schicken Euch nähere Einzelheiten.
Die Adressen:
Ron & Corry van Dijk
Statenlaan 238
4336 CP Middelburg
Niederlande Telefon.. 31 1180 25746
Al & Darlene Lewis
P.O. Box 4496
Grand Junction, Colorado 81502-4496