EAASDC President's Letter

Hallo Freunde,

Gerade wurden wir informiert, daß es erneut bei einem Special Dance zu einem Diebstahl kam.Die Handtaschen von zwei Frauen wurden zusammen mit persönlichen Dingen, wie Terminplaner, Friendship Book, Schlüssel, Papieren usw., gestohlen.Unglücklicherweise passierte das gleiche vor einigen Monaten 3 Frauen aus derselben Gegend.In all den Jahren, die ich nun tanze, könnte ich diese Fälle, über die wir offiziell informiert wurden, mit zwei Händen zählen.Wir wollen nicht so weit gehen und feststellen, ob Fremde oder Tänzer einen Vorteil aus unserer Vertrauensseligkeit gezogen haben. Es gibt Fälle, die in beide Richtungen zeigen, oder braucht ein Fremder Square Dance Petticoats und -Kleider? Unabhängig davon sollten wir sorgfältiger auf unsere Habseligkeiten, die irgendwo in einer Tanzhalle abgelegt wurden, achten.Auf der anderen Seite möchten wir die Veranstalter von Special Dances oder Jamborees bitten, die Umkleideräume so gut wie möglich abzusichern.Wir wissen, wie schwer es ist, dies zu gewährleisten. Aber eine Person, die für die Aufsicht in den Umkleideräumen eingeteilt wurde, ist meist schon abschreckend genug. Sieht man fremde Personen, können diese nach ihrer Clubzugehörigkeit gefragt werden. Wir glauben, daß die meisten Tänzer sehr gerne ihr Badge zeigen werden, da sie sicher sein können, daß auch ihre Habseligkeiten durch diese Kontrolle sicherer sind und Diebstähle erschwert werden.Aber bitte übertreibt es nicht. Wir wollen nicht, daß Ihr nun spezielle Wachmannschaften aufbaut, die sich wie Wachen oder Polizisten benehmen. Es darf auch nicht so weit kommen, daß Tänzer einander bespitzeln und verdächtigen.Denkt auch daran, daß die Aufsichtsperson oder deren Club nicht verantwortlich sind, wenn trotzdem etwas verschwindet.In Fällen, in denen ein Dieb entdeckt und festgehalten wurde, sollte die Polizei gerufen werden, um sich seiner anzunehmen. Dies sollte so diskret wie möglich gemacht werden, um Aufsehen bei den anderen Tänzern und bei Besuchern zu vermeiden.Wir möchten unser Hobby sauberhalten. Diejenigen, die denken, sie könnten auf diese Weise Vorteile aus unserer Art des Denkens innerhalb der Square Dance Familie ziehen, haben darin nichts zu suchen und sollten, wenn möglich, ausgeschlossen werden.Bis bald in einem Square,

Margarete & Rainer Scheiblich

EAASDC President


ECTA Clogging Coordinator
Tina Kipp

Was ist Clogging?

Clogging gehört zur großen Familie des "Step Dancing", genauso wie der in Europa wesentlich bekanntere Steptanz (Tap Dancing). Clogging und Steptanz haben die gleichen Wurzeln, aber im Lauf der Zeit hat sich ihre Entwicklung getrennt. In jüngster Zeit ist allerdings interessanterweise wieder eine Annäherung zu beobachten.Clogging hat sich aus verschiedenen europäischen Tänze entwickelt, z.B. Irish Jig, Schottische Hochland Tänze, Bayrischer Volkstanz und English Step Dancing. Es wurde hauptsächlich in den Appalachen in den USA getanzt und dort als Appalachian Flatfooting oder manchmal auch als Buck Dancing bezeichnet. Daraus entstand dann ab den dreißiger und vierziger Jahren das "Modern Clogging" In Deutschland gehören auch die Clogginggruppen unserem Dachverband EAASDC an, während die Instructor zusätzlich Mitglied in ECTA sind. Hier können die Instructor auch ihre Prüfung ablegen und verschiedene Schulungsseminare besuchen.Auf Jamborees ist neben Square Dance und Round Dance auch Clogging immer auf dem Programm zu finden. Einmal im Jahr findet eine ECTA Clogging Convention statt. Diese wird immer von einem anderen Club ausgerichtet. Auf dem Programm stehen unterschiedliche Clogging Levels und auch ein Anfängerkurs für Nicht-Clogger. Dieses Jahr findet sie in meiner Heimat vom 28.8. - 30.8. statt.Clogging gehört, ebenso wie Square Dance, zum amerikanischen Volkstanz. Im wesentlichen besteht Clogging aus acht Grundschritten. Sie bilden die Grundlage für alle weiteren Schrittkombinationen. Clogging zeichnet sich vor allem durch eine Betonung auf den ganzen (betonten) Schlägen (downbeats) aus. Grundsätzlich kann man Clogging in Toe und Heel Movements unterscheiden. Heel Movements geben auch den Takt an. Getanzt wird mit sog. Taps "Stepeisen", ähnlich denen, die beim Steppen verwendet werden. Clogging-eisen sind aber doppelte Jingle Taps. Traditionell wird zu Blue Grass und Country Western Musik getanzt. Das heutige moderne Clogging wird zu jeder Art Musik getanzt. Rock, Pop, Techno und traditionell. Clogging wird meist allein, in Linien, getanzt - man braucht also nicht unbedingt einen Partner. Es gibt aber auch Tänze mit Partner (Duets) oder in der Gruppe als Formation.Die Tänze wurden früher mündlich überliefert und weitergegeben. Dann entwickelte sich die schriftliche Weitergabe der Tänze auf Cuesheet.In Deutschland gibt es Clogging seit Mitte der achtziger Jahre in Gruppen und Vereinen. In den letzten 2 Jahren hat sich Clogging enorm weiterentwickelt und es entstehen immer neue Gruppen. Es bestehen Clogging Gruppen in den Niederlanden, Belgien, Österreich, Schweiz, Tschechien, England, Irland, Schweden und Dänemark.Clogging ist heute nicht nur ein Vereinssport, sondern gehört auf vielen Veranstaltungen mit Auftritten der verschiedenen Clubs inzwischen zum festen Programm.Ich hoffe, daß ich Euch alle Fragen über Clogging beantwortet habe und wenn es Euch interessiert, Clogging zu lernen, gebe ich euch gerne noch mehr Informationen. Ab Juli habt Ihr auch die Möglichkeit, in der Nähe von Dinslaken einen Anfängerkurs zu besuchen. Ruft mich an, wenn Ihr mehr wissen wollt!


Square Dance - ein weltweiter Standard ?
Anke Wallerer

Jetzt ist sie also gefallen, die Entscheidung gegen T2000. Die Probleme in Amerika sind damit jedoch nicht beseitigt. Und vielleicht sind die heutigen amerikanischen Probleme die europäischen Probleme der Zukunft.Warum haben wir heute de facto keinen weltweiten Standard?Als ich in der T2000-Diskussion las, daß europäische Tänzer in den USA nicht tanzen können und umgekehrt - da erinnerte ich mich an den Inhalt eines anderen Artikels, den ich während meiner MS-Class in einem "Square Dance Introduction"-Heft las. Dieser Artikel handelte von der "chaotischen alten Zeit" vor der Gründung von CALLERLAB und der Definition der heutigen, standardisierten Programme; die Zeit, in der man nicht einfach einen anderen Club besuchen konnte, weil dort nicht die gleichen Figuren gelehrt und getanzt wurden.Dieser Artikel scheint auch noch heute zuzutreffen. In den USA hat sich das sogenannte "Soft-Plus" entwickelt. Dieses umfaßt jedoch keine festgeschriebenen Figuren, es werden mal diese, mal jene Plus-Figuren verwendet.Und auch in Europa gibt es (schon?) Unterschiede. Eine Class wird gleich in MS-Extended Applications ausgebildet, eine andere lernt nur die Standard Applications. Müssen wir nun aus den "Square Dance - Was ist das?" Flugblättern den Satz streichen, daß man nach Abschluß der MS-Class weltweit tanzen kann? Ein weltweiter Standard kann nur dann funktionieren, wenn ALLE mitmachen und sich auch wirklich daran halten. Wenn die Programme nur "Vorschläge" sind, die frei interpretiert werden dürfen, wird es nie einen weltweiten Standard geben. Es wurden jedoch unterschiedliche Wege gegangen. Der eine Weg ist, nur Standard Applications, dafür aber mehr Figuren zu verwenden. Das Soft Plus war geboren. Die andere Möglichkeit ist, weniger Figuren, aber diese variantenreicher anzuwenden. Dafür werden von Anfang an die Extended Applications verwendet.

Wie können wir einen weltweiten Standard bekommen?

Als Einstiegslevel für neue Tänzer, die Square Dance in kurzer Zeit erlernen wollen, ist ein volles MS-DBD zu umfangreich. Basic wird heute nur in wenigen Regionen als eigenes Level getanzt.

Was könnte also eine gemeinsame Basis sein?

Eigentlich existieren heute mit Basic und MS, wenn man sie in Standard und Extended Applications unterteilt, bereits vier Level, die als solche ausgeschrieben werden könnten. Wenn diese Level verstärkt auch auf Special Dances angeboten und "gelebt" würden, käme man weltweit vielleicht wieder auf einen Standard, den alle tanzen können. Tänzer, denen MS zu umfangreich ist, hätten nach der Basic Class trotzdem Möglichkeiten, woanders zu tanzen und Tänzer, die Schwierigkeiten mit den Extended Applications haben, wüßten, welche Programmpunkte eines Specials für sie geeignet sind.Ich habe im letzten Absatz bewußt vermieden, das Lernen anzusprechen. Vielleicht werden einige den Eindruck haben, das Folgende würde dem bisher Gesagten widersprechen, aber dem ist nicht so. Der Punkt, den ich nun ansprechen möchte, betrifft die Unterrichtsschritte. P1 und P2 des T2000-Konzeptes sollten nur Standard Applications umfassen, P3 dann die Extended Applications der gleichen Figuren. Dies hätte bedeutet, eine Figur in zwei zeitlich weit auseinanderliegende "Lernschritte" aufzuteilen. Warum?? Worin soll der Vorteil dieses "versetzten Lernens" bestehen? Hat jemand auch mal daran gedacht, die Tänzer zu fragen wie sie lernen möchten?Ich habe schon einige MS-Klassen "groß" werden sehen. Es gibt auch in Europa Unterschiede in der Ausbildung. Es gibt Caller, die von Anfang an Extended Applications unterrichten und andere, die in der Class fast ausschließlich Standard Applications benutzen. Mir haben schon mehrere Tänzer, die an einem "4 Boys Pass the Ocean" scheiterten, gesagt, sie hätten das ja noch nie so getanzt. Diese Tänzer lernen die Extended Applications erst nach ihrer Graduation "nebenbei", ohne die "andere" Position gut erklärt zu bekommen. Sie haben mit der "Half Sashayed" Position immer mehr Probleme, als mit der "Standard Position". Tänzer, die in ihrer Class von Anfang an jede Figur aus allen Positionen (APD) gelernt haben, sind in beiden Positionen ungefähr gleich stark.Dabei spielt das Alter der Tänzer keine Rolle. Dieses wirkt sich in der Lerngeschwindigkeit aus, aber nicht im Unterschied der Positionen. Tänzer, die bei einer Figur Schwierigkeiten haben, haben diese sowohl in der Standard, als auch in der Extended Application.

Was macht also den Unterschied aus?

Es ist um ein Vielfaches schwerer, von einem gelernten und 100mal geübten Weg abzugehen und umzudenken, als diesen "Weg" gleich in seiner vollen Breite zu beschreiten, z.B. auf der Autobahn plötzlich überholen zu müssen, wenn man in der Fahrschule nur das Fahren auf der rechten Spur gelernt hat.Wenn einem Tänzer*) die Figur "Pass the Ocean" erklärt wird, und er sie auch gleich aus allen Positionen tanzt, dann muß er die Figur nur EINMAL lernen und kann sie trotzdem aus allen Varianten tanzen. Ein Tänzer, der zuerst nur die Standard Position lernt, weiß zwar, daß das andere Geschlecht an der Figur beteiligt ist, und hat auch mitgehört, welchen "Weg" es geht, aber wie dieser "Weg" zu tanzen ist, bleibt ihm verschlossen. Nach Wochen, vielleicht Monaten, in denen er die Figur ausschließlich auf eine Art getanzt hat, lernt er dann die "andere Spur".Dies ist dann für ihn eine neue, völlig ungewohnte Bewegung und er ist gezwungen, die Figur zum ZWEITENMAL etwas "anders" zu lernen. Dieser "Übungsrückstand" zur Standardposition kann nie wieder aufgeholt werden. Der Tänzer wird die Figur immer aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln sehen, sie vielleicht sogar als zwei Figuren empfinden, für die der doppelte Lernaufwand erforderlich war.Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, daß einige der neuen Tänzer der nächsten Jahre auch in die Advanced und Challenge Programme kommen werden. Dort wird jede Figur aus jeder Position vorausgesetzt. Den Unterschied "tanze ich Männlein oder Weiblein" gibt es faktisch nicht mehr. Er macht sich nur noch in den wenigen MS-Figuren bemerkbar, die davon abhängig sind.Ein Tänzer, der die Figuren zuerst nur aus Standard Applications lernt und die Extended Applications erst im Nachhinein, wird immer mit dem "Übungsrückstand" der 2. Position zu kämpfen haben. Denn ein fundiertes Basic DBD ist die Voraussetzung für alle höheren Programme. Warum macht man es den Tänzern dann nicht von Anfang an leichter? Ist es nicht auch für schwächere Tänzer, die nicht soviel lernen wollen oder können, leichter, weniger Figuren und damit weniger Definitionen lernen zu müssen und diese dafür variantenreicher zu tanzen, als viele Figuren zu lernen? Auch asymetrisches Callen, das, wie ich erlebt habe, auf einfachstem Niveau allen Tänzern sehr viel Spaß macht, ist damit möglich. Wenn alle Tänzer nur die Standard Applications tanzen könnten, gäbe es nichts, das vier Boys oder vier Girls in einer Hälfte des Squares zusammen tanzen können.Wenn Basic als Level gelebt wird, könnte eine Anfängerklasse in weniger Abenden abgehalten werden, und dies, ohne die Anzahl der zu lernenden Figuren unnötig zu erhöhen. Die neuen Tänzer könnten mit weniger Lernaufwand die gleiche Abwechslung beim Tanzen haben.Denn es ist doch für einen Anfänger leichter, ein "Square Thru" von beiden Positionen zu lernen und zu tanzen, als sich auch noch die Definition eines "Spin Chain Thru" merken zu müssen, dafür aber beide Figuren nur "halb" tanzen zu können.Aus diesen Gründen sollte in jeder Class von Anfang an jede Figur in ihrer kompletten Definition erklärt, und auch von allen Tänzern aus allen Positionen getanzt werden. Später kann jeder Tänzer dann selbst entscheiden, ob er die Extended Applications weiterhin tanzen, oder ob er bei den Standard Applications bleiben will. Voraussetzung ist natürlich, daß das Angebot dafür besteht, sowohl in den Clubs, als auch auf den Special Dances. Oder liegt das Problem vielleicht ganz woanders, etwa in der Aussage von Jerry Story im März-Bulletin: "Die meisten Caller haben keine Ahnung von Basic." -- Aber wie sollen sie es denn dann den Tänzern beibringen können?


Das kleine rote Buch
(CHAM 97)
by Leonard Latter

Die Square und Round Dance Woche in Cham ist (auch) berühmt für ihre Afterparties, zu denen viele Tänzer etwas beitragen. Wir haben das Manuskript eines Vortrags vom letzten Jahr bekommen, der nicht ganz leicht zu übersetzen war. Im Zweifel schaut einfach in den englischen Text, welcher Titel gemeint ist.

Als ich mich dieses Jahr in Cham anmeldete bekam ich ein Badge, ein Osterei und ein kleines rotes Buch. Ich dachte bei mir: "Kleine rote Bücher können gefährlich sein, besonders 1997, als die Chinesen - die selbst ein sehr berühmtes kleines rotes Buch haben - Hongkong von den Engländern zurückbekamen. Sicher enthält dieses kleine rote Cham-Buch Propaganda, verborgene Gehirnwäsche, grade wie sein berühmteres chinesisches Gegenstück. Ich sollte lieber vorsichtig sein!"

So studierte ich das kleine rote Cham-Buch sehr sorgfältig - und in der Tat enthielt es verborgene Nachrichten. Zum einen war da ein großes Quadrat, das ein scheinbar sinnloses Buchstabengewirr enthielt, die in Wirklichkeit die Namen verschiedener Länder waren, wo Round Dance getanzt wird! Ich wußte es! Eine geheime Welt der Round Dancer!!!

Nach dieser Entdeckung beschloß ich, mich auf den Teil des kleinen roten Cham-Buchs zu konzentrieren, der sich mit Round Dance befaßt - und was fand ich? Ich fand die Geschichte, wie Round Dancer einen Square Dancer gefangen nahmen!!! Geschickt verborgen in einer unschuldig aussehenden Liste von Round Dance Titeln war sie aus Cham herausgeschmuggelt worden von dem Square Dancer, dem sie passierte! Verdammt clever diese Square Dancer! Ihr werdet zustimmen, daß sie Round Dancern weit überlegen sind, wenn Ihr lest, wie dieser glänzende Square Dancer es fertigbrachte, sich aus ihren teuflischen Klauen zu befreien:

Seine Geschichte lautet so:

Liebe Freunde, laßt mich am Beginn beginnen:

Ihr hättet mich den Folsom Gefängnis Blues singen hören können, wenn Ihr gestern bei mir gewesen wäret. Ja, ich war total durchgeschüttelt als sie mich durch diese grüne Tür in eine kleine Zelle brachten, deren vier Wände mit finsteren tanzenden Schatten flackerten und die Schritte wie entfernte Trommeln hallen ließen.

Die Kost dort war fürchterlich! Zu Trinken bekam ich täglich eine Flasche Kokomo, grade genug, um ein Frühstück aus Spaghettifetzen, ein klitzekleines Mittags-Brötchen und ein Abendessen von salzigem Two-Step herunterzuspülen, jede sogenannte Mahlzeit wurde von einem Klingel-Glöckchen angekündigt, das mich verrückt machte! Ich beschwerte mich über das Essen, aber die Wache sagte: "Gib nicht mir die Schuld! Schuld war nur der Bossa Nova." Er brachte mir etwas Sukiyaki für das Essen, aber das war heißes Zeug.

Wie war ich hierher gekommen? Durch eine drittklassige Romanze, die begann, als eine Round Dancerin mit netten blauen Augen und französisch-braunem Haar mich bat, in Cham zu tanzen. Sie spielten grade einen Stiefel-Roller-Boogie, wirklich nicht mein Geschmack - ich bin nicht der hüpfende Rotkehlchen-Typ - als sie sagte: "He, Du siehst gut aus, es ist Zeit den '96er zu tanzen. Darf ich bitten? Bop mit mir Baby! Wie heißt Du?"

Ich dachte: "Sie spielen gleich Jacalyn's Waltz, und da Jacalyn nicht hier ist, werde ich ihn mit dieser kleinen Julie tanzen." Ich sagte: "Mein Name ist Feliz Navidad, heiße Lippen. Wie heißt Du?" Sie sagte: "Danke, mein Liebster, mir gehört das Glas mit Tango der Ideen. Traum-Tango ist zu bitter für mich."

Ich sagte: "Ich bin nicht gut bei der Geigerhüpfer Polka. Warum tanzt Du nicht Walzer mit mir oder wir könnten heute Nacht Foxtrot machen." Sie sagte: "Sieh mal, Mr Santa, Du möchtest auf altmodische Art tanzen und um den Weihnachtsbaum hüpfen, aber ich habe den Jive gekriegt! Zumindest möchte ich den Quickstep." Sie fragte den Diskjockey: "Spielt dieser Musikautomat auch Rhumba, Pete?"

Aber mir schenkte sie ein süßes, süßes Lächeln und sagte: "Auf geht's! Warum sollen die Bopper den ganzen Spaß haben?" Ich dachte bei mir: "Jetzt kommt der Sommer! Alles wird rosig!" Ich sagte:" Wie wär's mit mir und Dir - die ganze Nacht?" Sie sagte: "Nun, ich Kan Tiki, wenn Du kannst, Tiki, aber Du bist Spitze." Ich sagte: "Ich liebe Dich! Sei mein Mädchen!", worauf sie sofort antwortete: "Und ich liebe Dich. So, mein Baby, Dein Auto oder meins?" Ich dachte: "Ich hoffe Du denkst an Deinen Kalender, Mädchen!"

Ich führte sie raus zu meinem alten Axel-F und sagte: "Er sieht nicht toll aus mit seiner Manuela-Schaltung und ich muß gestehen, ich bleibe dabei, wegzulassen, was an größeren Reparaturen fällig ist, aber es reicht, wenn ich mit einem Ahornblatt-Lappen drüberwische."

Sie sagte: "Ich bräuchte einen Viel-Glück-Zauber, um mit dieser Non-Dimenticarre zu fahren! Wir werden meinen Corredo nehmen!" Ich sagte: "Laß mich zu den Rosen rennen". (Es waren eigentlich Rosen für Elisabeth, aber ich hatte nicht vor, mich darum zu sorgen.)

So stiegen wir in ihr Auto, ließen die Primrose Gasse hinter uns und fuhren auf die Dixie Straße - mit mir, fühlend wie ein brandneuer Mann! Ich drehte das Radio an, fand etwas Musik für Tänzer und sagte: "Hör auf die Musik. Ich liebe Strandmusik."

"Wo wir vom Strand sprechen", fuhr ich fort, "sollten wir nicht an den Fluß zum Ufer gehen?" Sie sagte: "Ich hab's gern im Auto." Ich sagte: "Das wird etwas fremdartig. Wenn ich die Wahl hätte, ich würde Dich jetzt gern hinlegen." Sie antwortete: "Es ist fremdartiger am Ufer, auf all diesen Perlmutt-Muscheln".

So fuhren wir weiter, ich begann, eine Weile zu träumen, stellte sie mir in meinen Armen vor, mit dem Mond über Neapel, zuerst würde ich dieses Glücksgefühl haben, dann würde mich ein Fieber packen, wenn ich in den Rhythmus der Nacht fiele. Ich stellte mir immer noch ihre tolle Figur vor und sagte: "Süße Caroline, zeig mir den Weg zu Deinem Herzen!" Sie antwortete: "Nimm's leicht, Cha, mein Name ist Patricia!"

In Faszination schaute sie und fragte: "Was ist das? Antworte mir!" Etwas überrascht sagte ich: "Das ist eine lange und bleibende Liebe. Aber was baumelt da an Deinem Rückspiegel?" "Das ist ein Holzhacker-Ball" antwortete sie. Ich dachte: "Mama, sie ist niemandes Engel!"

Plötzlich ist die Party zu Ende, weil sie einen Revolver zieht und sagt: "Hand aufs Herz!" Ich sagte: "Du willst nicht mein Herz. Meine Herzschmerzen!" und fügte hinzu: "Offenbar bin ich nicht Dein erstes Opfer." "Nummer Fünf" antwortete sie, dieses Teufelsweib!

Glücklicherweise begann in diesem Augenblick der Wagen mit einem Schwung auseinanderzubrechen, die Regenbogen-Verbindungen lösten sich und der Missouri bricht durch. Wir kamen knirschend zum Stehen. Ich schoß aus dem Auto wie der Orient Expreß!

Einen Augenblick später kam ein Sechzehn Tonnen schwerer Tango-Mannita vorbei, gefahren von einem Burschen, der einen weißen Sportmantel trug, mit roten Nelken im Knopfloch und zwei rosa Schnürsenkeln um den Hals. Ich dachte: "Einer muß sich heute Nacht wie ein Narr fühlen."

Sie rief: "Das ist der Barde! He, erinnerst Du Dich an mich?" Er hielt an und sagte: "Ja! Ich hatte eine wunderbare Zeit, als ich Dich liebte, letzten September!" Sie sagte zu mir: "Es liegt an seinem Kuß."

Der Dichter und ich sahen einander an. "Würdest Du uns freundlicherweise nach CHAM mitnehmen, damit ich nicht mein Baby zu Fuß nach Hause bringen muß?" Er sagte: "Ich werde sie mitnehmen, aber Du kannst auf Deinen Zigeunerfüßen laufen!" Ich fragte: "Warum sie und nicht ich?" Er antwortete: "Sie ist nicht Du." Sie drehte sich zu mir und sagte: "Hau ab! Und dreh Dich nicht um!" Ich sagte: "Du würdest mir keinen Abschiedskuß geben, auch wenn ich ein reicher Mann wäre. Du wirst es in den nächsten Tagen bereuen".

Es war spät, kalt und sah nach Regen aus. Aber ich liebe die regnerische Nacht und - es war um Ostern - die Landschaft war ein Wintermärchenland. Neben den Wolken und einem kleinen weißen Mond war blauer Himmel. Whistler hätte kein schöneres Bild malen können! Wenn der Marsch einen ganzen Tag dauerte, würde ich Sonnenaufgang, Sonnenuntergang sehen und das Laufen würde mir helfen, jung zu bleiben.

Ich dachte: "Sei still, ein bißchen Wind würde mir nicht schaden, aber es würde schneller in die nächste Stadt gehen." Daher fragte ich den Dichter: "Was liegt hinter dem Hügel?" Er sagte: "Die Berge von Mourne. Da oben bist Du auf dem Dach der Welt, König der Straße!" "Nicht gut", dachte ich, "ich werde direkt zurück gehen müssen."

Nach einer Stunde strammen Laufens fuhr ein Polizist an mich heran und sagte: "Steig ins Auto. Wir wollen keine Herumtreiber in Cham!" Ich sagte: "Ich bin kein Herumtreiber! Ich bin ein schwer arbeitender Mann. Ich bin tatsächlich Heizer. Die Dame ist eine Herumtreiberin, wenn überhaupt jemand!"

Das endete im Gefängnis. Aber heute, kurz nach Mitternacht, fiel etwas Mondscheinzauber vom Mondfluß! Ein gelber Vogel flog in meine Zelle, er trug eine kleine Öllampe. Nun, ich kannte Aladdin und Rachels Lied, ich begann zu singen und die Lampe mit meinen Fingerspitzen zu reiben.

Plötzlich: Puff, ein großes Durcheinander, da ist ein lautes Cha Ching, eine Kettenreaktion und ein Riese springt heraus und sagt: "Mein Name ist Jambo Mambo. Ich kann meine Augen nicht von Dir lassen! Meine Liebe ist bedingungslos! Dein Wunsch sei mir Befehl." Ich sagte: "Jeannie, ich fühle genauso. Papa liebt Mambo!"

"Soll ich Dich nach Houston fliegen? Oder vielleicht St. Louis? Du könntest Samstag Nacht in Louisiana sein. Oder ich könnte Dich den Weg runter nach Mexiko mitnehmen, die Mexicalli Rose zu treffen oder eine schöne spanische Zigeunerin. Wenn Du willst, können wir auch über Moskau - nachts fliegen." "Das wäre clever(Clavelis)", dachte ich, aber - meinen Vater in mir sehend - entschied ich mich dagegen und sagte einfach: "New York, New York!"

So sind nun diese Abenteuer nur noch goldene Erinnerungen, Wasser unter der Brücke. Ab er eins muß ich Euch noch sagen (obwohl ich nicht die Party verderben will), das ist der letzte Walzer, bei dem Ihr mich in CHAM erwischen werdet! Round Dance! Ha! Laßt mich allzeit Square Dance tanzen!


Dear Friends, let me Begin (at) the Beguine-ing:

You would have heard me singing the Folsom Prison Blues if you'd been with me yesterday. Yes, I was All Shook Up when they marched me through this Green Door into a little cell whose Four Walls flickered with sinister Dancing Shadows and made the Footsteps echo like Distant Drums.

The diet there was terrible! To drink, I got a bottle of Kokomo per day, hardly enough to wash down a breakfast of Spaghetti Rag, an Itsy Bitsy lunchtime Piano Roll, and an evening dish of Salty Two-Step, every so-called meal announced by a Jingle Bell that drove me crazy! I complained about the food, but the guard said: "Don't blame me! Blame it on the Bossa." He did bring me some Sukiyaki to add to the food but it was Hot Stuff.

How did I get here? By a Third Rate Romance which began when a Round Dancer with Pretty Blue Eyes and Frenchy Brown hair asked me to dance in CHAM. They were playing a Boot Scootin' Boogie at the time, really not my style - I'm not the Rockin' Robin type - when she said: "Hey, Good Lookin', It's Time to Dance in '96. Could I Have This Dance? Bop With Me Baby! What's your name? "

I thought: "They play Jacalyn's Waltz soon and, as Jacalyn's not here, I'll dance it with this little Julie." I said: "My name's Feliz Navidad, Hot Lips. What's yours?" She said: " Thanks, My Love, mine's a glass of Tango d'Ideas. Dream Tango's too bitter for me."

I said: "I'm not good at the Fiddlestepper Polka. Why not Waltz With Me, or we could Fox-trot Tonight." She said: "Look, Mr Santa, you might Dance in the Old Fashioned Way and go Rocking Around the Christmas Tree but I Gotta Jive! At least I Want a Quickstep." She asked the disc jockey: "Can that Nickelodeon play a Rhumba, Pete?"

But she gave me a Sweet, Sweet Smile and said: "Come on! Why should the boppers have All the Fun?" I thought to myself: "Here Comes Summer! Everything's Coming Up Roses!" I said: "How about Me and You - All Night?" She said: "Well I Kon Tiki if you can, Tiki, but You're the Top." I said: "I love you! Be My Girl!", to which she immediately replied: "And I Love You. So, My Baby, my car or yours?" I thought: "I hope you've checked your Calendar, Girl!"

I took her out to my old Axel-F and said: "It's not much to look at with its Manuela gears and I must admit I Keep Putting Off any major repairs but it'll be all right if I wipe it over with a Maple Leaf Rag."

She said: "I'd need a Good Luck Charm to ride in that Non Dimenticar! We'll go in my Corredo!" I said: "Let me Run for the Roses." (They were really Roses for Elizabeth but I wasn't going to worry about that.)

So we got into her car, cut down Primrose Lane, and started down the Dixie Road - with me Feelin' like a Brand New Man! I switched on the radio, found some Music for Dancers, and said: "Listen to the Music. I Love Beach Music."

"Talking of beaches", I continued, "shall we go down to the CHAM River bank?" She said: "I like it in the car." I said: "That'll be a bit strange. Given a choice, I Just Love to Lay You Down." She answered: "It's Stranger on the Shore, on all those Pearly Shells."

So we drove on, with me starting to Dream Awhile, imagining her in my arms, with the Moon Over Naples, first getting That Happy Feeling, then building up a positive Fever as I got into the Rhythm of the Night. Still fantasising about her gorgeous figure, I said: "Sweet Caroline, show me The Way to Your Heart !" She said: "Take it Easy, Cha, my name's Patricia!"

Looking in Fascination, she said: "What's that? Answer Me!" Somewhat surprised, I said: "That's a Long and Lasting Love. But what's that dangling from your rear view mirror?" "That's the Woodchopper's Ball", she replied. I thought: "Yo Mama, she's Nobody's Angel!"

Suddenly The Party's Over because she's pulled out a revolver and is saying: "Hand Over Your Heart!" I said: "You don't want my heart. My Heartaches!", adding: "Clearly, I'm not your first victim." "Numero Cinco", she replied, this Devil Woman!

Fortunately, at that very moment the car starts a Breaking Up Jive, the Rainbow Connections come apart and The Missouri Breaks. We come to a grinding halt. I steam out of the car like the Orient Express!

A moment later, along came a Sixteen Tons Tango-Mannita, driven by a fellow wearing a White Sports Coat with Red Carnations in his button hole and, round his neck, two Pink Shoelaces. I thought: "Someone Must Feel Like a Fool Tonight."

She called out: "It's The Bard! Hey, remember me?" He stopped and said: "Yes! I Had a Beautiful Time Just Lovin' You last September!" She said to me: "It's in His Kiss."

The Poet and I looked at each other. "Would you kindly give us a lift to CHAM to save me Walking My Baby Back Home" He said: "I'll take her, but you can get on your Gypsy Feet!" I said: "Why her and not me?" He replied: "She's Not You." She turned to me and said: "Push off! And Don't Turn Back!" I said: "You wouldn't Kiss Me Goodbye If I Were a Rich Man. You'll regret it Someday Soon"

It was late, cold and looking like rain. But I Love the Rainy Night and, being Easter, the scenery was still a Winter Wonderland. Despite the clouds and a Little White Moon, the sky was a Blue Heaven. Whistler couldn't have painted a prettier picture! If the walk took a full day, I'd see the Sunrise, Sunset, and walking would help me Stay Young.

I thought: "Hush, A Taste of the Wind won't do me any harm, but it might be quicker to go on to the next village." So I asked the poet: "What Lies Over the Hill?" He said: "The Mountains of Mourne. Up there you're On Top of the World, King of the Road!" "That no good", I thought, "I'll just have to Walk Right Back."

After an hour's hard walking, a policeman drove up to me and said: "Get in the car. We don't like tramps around CHAM!" I said: "I'm not a tramp! I'm a Hard Working Man. In fact I'm a Fireman. If anybody, then The Lady is a Tramp!"

Thus I ended up in prison. But Today, shortly after midnight, a little Moonlight Magic fell from the Rio de Luna! A Yellow Bird flew into my cell, carrying a little oil lamp. Well, knowing about Aladdin and Rachel's Song, I started crooning and rubbing the lamp with the Tips of My Fingers.

Suddenly Pop Goes the Movies, there's a loud Cha Ching, a Chain Reaction and out pops this giant saying: "My name is Jambo Mambo. I Can't Take My Eyes Off of You! My Love is Unconditional! Your wish is my command." I said: "Jeannie, I feel the same way. Papa Loves Mambo!"

"Shall I fly you to Houston? Or perhaps St Louis? You could be in Louisiana, Saturday Night. Or I could take you Down Mexico Way to meet a little Mexicalli Rose or a beautiful Spanish Gypsy. If you want, we can even fly via Moscow - Nights." "That would be Clavelis", I thought, but Seeing My Father in Me, I decided against it and simply said: "New York, New York!"

So now those adventures are just Golden Memories, Water Under the Bridge. But I'll tell you one thing (without wishing to Spoil the Party), that's The Last Waltz you'll catch me doing at CHAM! Round Dancing! Huh!! Give me Square Dancing every time!

Mit diesem fröhlichen Gedanken wünsche ich Euch allen

ein kontinentales "Gute Nacht"!


Handhaltung
from Stanford Quads Newsletter 95 Issue #1, edited by Bill van Melle
Übers.: Editor

Ihr habt vielleicht noch nie über die Handhaltung beim Tanzen nachgedacht; Ihr greift einfach nach der Hand einer anderen Person. Auf jeden Fall braucht Ihr aber für ein geschmeidiges Tanzen irgendeine Regel, ob Ihr Eure Handfläche nach oben oder unten haltet, wenn Ihr eine andere Hand ergreift. Aus irgendeinem Grund geht die Tendenz in aller Welt dahin, daß Männer ihre Handflächen nach oben und Frauen die ihrigen nach unten nehmen; so ist es gewöhnlich auch, wenn Ihr am ersten Abend ein Square bildet. Aber, wie Ihr sicher bemerkt habt, scheitert diese Gewohnheit, wenn zwei Männer oder zwei Frauen als Paar zusammenkommen, wie es öfter im Verlauf des Tanzens geschieht.

In den meisten Mainstream- und Plus-Clubs passiert folgendes: die Männer nehmen die Handfläche nach oben, die Frauen nach unten und wenn in seltenen Fällen zwei Männer oder Frauen ein Paar bilden, rangeln sie um die Handhaltung und der/die am stärksten auf seiner/ihrer besteht, gewinnt.

In der Advanced- und Challenge-Gemeinde haben die meisten Tänzer eine vernünftigere Übereinkunft: "drehe immer Deine rechte Handfläche nach oben und die linke nach unten". Obwohl diese Handhaltung zunächst unangenehm scheint, wird sie schnell zur Gewohnheit und stimmt immer: Dein "rechte Hand nach oben" paßt perfekt zum "linke Hand nach unten" des nächsten Tänzers.

Eine größere Ausnahme scheint Circle to the Right/Left zu sein, wobei normalerweise alle bevorzugen, die Hände in dieselbe Richtung zu halten. Es gibt auch einige Diskussionen über Single Circle to a Wave (ein Plus-Call), das am besten läuft, wenn die Beaus (linken Tänzer) die Handfläche nach oben, die Belles (rechten Tänzer) die Hand nach unten halten, aber da gibt es viele Variationen.

Seid auf jeden Fall darauf gefaßt, daß, wenn Ihr zu einem Mainstream- oder Plus-Tanz geht, viele Leute aus anderen Clubs die Einstellung haben: "Männer Hände nach oben, Frauen nach unten, zur Not darum kämpfen".

Nebenbei bemerkt: die kurzzeitige Handhaltung beim Courtesy Turn (dem letzten Teil von Ladies Chain) folgt der traditionellen Regel: Handfläche des Mannes nach oben, die der Frau nach unten.


Stichwort "Körbe"
Ulrich Miller, Crailsheim Country Squares
aus 'S HORÄFFLE 1/97

Von zwei unterschiedlichen Seiten wurde mir angedeutet, daß bei uns am Clubabend "Körbe" verteilt werden, wenn Tänzerinnen einen Tänzer auffordern. Beim Squaredance ist es üblich und völlig normal, daß auch Frauen zum Tanz auffordern und daß Männer einen Tanz nicht ablehnen. Daran muß man niemand erinnern, das erfährt jeder schon am Open-Haus.

Ich meine aber, daß man den Begriff "Korb" etwas differenzierter betrachten muß: Wenn ein Tänzer aufgefordert wird, den Tanz ablehnt, für den gleichen Tip eine andere Dame auffordert oder eine neue Aufforderung annimmt, handelt es sich um einen "echten Korb". Dieses Verhalten ist abzulehnen, es ist eine Beleidigung für die Dame. "Echte Körbe", glaube ich, sind nicht vorgekommen.

Da gibt es aber noch die vielen unechten oder Scheinkörbe. Diese Scheinkörbe entstehen meist, weil die Männer am Clubabend zahlenmäßig stark unterrepräsentiert sind. Ein uraltes Problem, nicht nur bei unseren Clubabenden. Ich habe durch Nachzählen schon ein Verhältnis von 1:3 festgestellt. Es ist daher nicht zu vermeiden daß man eine Aufforderung nicht annehmen kann, weil man für den Tanz oder sogar schon für die nächsten Tänze verabredet ist. Hier handelt es sich um einen unechten Korb. Bei dem ungünstigen Verhältnis müssen (dürfen) Männer viel häufiger (eigentlich immer) tanzen als Frauen.

Viele Männer wollen aber nicht jeden Tip tanzen. Squaredance soll Freizeitvergnügen sein und nicht in Streß ausarten. Ich glaube, frau muß akzeptieren, daß mann mal eine Pause machen oder ein angefangenes Gespräch weiterführen möchte. Wenn man aus diesem Grund einen Scheinkorb - wie ich meine - vergibt sollte man aus Höflichkeit den nächsten Tanz anbieten.

Manche Männer verlassen den Raum wenn der nächste Tanz beginnt, weil sie nicht aufgefordert werden wollen und einem Scheinkorb aus dem Weg gehen möchten. Ich glaube, man sollte nicht die Flucht ergreifen, sondern offen sagen, daß man eine Pause braucht.

Aus Erfahrung weiß ich, daß auch Ladies Scheinkörbe verteilen, wenn eine Pause fällig ist, Beine schmerzen, Schuhe drücken oder wenn frau gerade mal raus will. Dafür haben wir Männer auch Verständnis. Die schönste Begründung, die ich für einen Scheinkorb erhalten habe: ,,Ich habe heute Hosen an und tanze nur Mann". Das allerdings rücke ich schon in die Grauzone der erlaubten Scheinkörbe.

Den Ladies, die wenig reisen, möchte ich ein Geheimnis verraten: Auf den Special-Dances ist das Verhältnis weit ausgeglichener. Vor wenigen Wochen habe ich (in Erlangen) sogar einen deutlichen Männerüberschuß erlebt. Beim Plus ist Männerüberschuß schon fast normal.

Es ist natürlich unfair, auf andere Veranstaltungen zu vertrösten. Wir müssen schon den Hebel bei uns ansetzen. Das Problem Frauenüberschuß beim Tanzen können wir nicht aus der Welt schaffen, aber vielleicht lindern. Wir, und damit meine ich besonders auch die Frauen, müssen kräftig die Werbetrommel rühren, damit wir zahlenmäßig insgesamt stärker werden, dann relativiert sich auch dieses Problem. Wir müssen gezielt auch Männer im Bekanntenkreis ansprechen. Ich selbst bin auch Opfer einer solchen (jahrelangen) Kampagne geworden (dafür bin ich der Dame heute noch dankbar).

Im September beginnt ein neuer Kurs, die Reklame muß jetzt beginnen. Werbewirksam sind natürlich besonders unsere Demos, wenn die Tänzer gut gelaunt sind und das Lächeln echt ist, wenn Musik und Tanz gekonnt dargeboten werden, wenn das Outfit einer jeden Tänzerin und eines jeden Tänzers geschmackvoll ist. Jeder neue Mann, der ins Netz geht, reduziert ganz automatisch die Anzahl der Scheinkörbe.


Terminabsprachen ?
Christiane & Hans Leeg, Friendship Squares Würzburg

Wir haben heute eine Anmerkung zu machen und hoffen, damit einigen kleineren Clubs, die nicht in den Ballungsräumen liegen, aus dem Herzen zu sprechen. Wie Ihr vielleicht wißt, hatten wir am 18.04.98 unseren 10. Geburtstag. Für kleinere Clubs ist das eine aufregende Sache! Wir haben keine jährlich wiederkehrenden Specials und so auch keine Erfahrung mit Kalkulation und Organisation. Trotzdem haben wir uns in das "Abenteuer Anniversary" gestürzt und es hat auch alles prima geklappt, weil wir eine tolle Mannschaft haben, auf die man sich verlassen kann. Wir sind sehr stolz darauf! Aber - seit es die "100 Kilometerbegrenzung" bei der Veranstaltungskoordination nicht mehr gibt, haben die kleineren Veranstaltungen schlechte Karten, wenn ein eingeführtes, allgemein bekanntes und beliebtes Special auf dem gleichen Termin liegt, ohne daß man es vorher wissen kann. Ganz abgesehen, daß es schade ist, wenn man selbst nicht die guten alten Freunde dort besuchen kann. Vielleicht könnte man ja einen Weg finden, die jeweiligen Veranstalter vom gegenseitigen Vorhaben zu informieren. Wir hätten unser Anniversary auch eine Woche nachverlegen können, wenn wir vom Vorhaben unserer "Konkurrenz" gewußt hätten.

Unsere Feier war zwar Klasse, wir hatten auch viel Spaß, die Stimmung war toll und auch die Clubmitglieder konnten tanzen, aber bei der großen Halle und den guten Callern hätten wir gerne mehr Tänzern einen schönen Samstag gegönnt. In diesem Sinne, bis bald in einem Square.

Hat jemand einen Verbesserungsvorschlag?
Wir könnten ihn gern im Bulletin diskutieren!
Editor


Reisebericht
Traudel & Eberhard Walz

Nach Paris des Tanzens wegen

Nach Paris wollten wir schon längst einmal, den Anstoß gab schließlich die Einladung der OUST PARIS SWINGERS im Bulletin.

Die Kontaktaufnahme mit Tom Mackler verlief sehr erfreulich. Hilfsbereit kümmerte er sich sofort um die Unterkunft und besichtigte unsertwegen das Hotel "Cheval Blanc" in seiner unmittelbaren Umgebung. Das Hotel ist schön und preiswert. Wir fühlten uns dort wohl.

Tom beschrieb uns genauestens die Fahrtroute per Vorortzug ab Bahnstation Montparnasse nach Plaisir-Grignon, wo wir in einen Bus nach Jouars-Pontchartrain umsteigen konnten. Es hat alles bestens geklappt.

In Paris kamen wir per Nachtzug an und bummelten nach dem Frühstück ohne Touristenrummel in der Morgenfrühe über den Montmartre zur Sacre-Coeur, über die Champs-Elysees vom Arc De Triomphe bis zum Place de la Concorde.

Am Nachmittag kamen wir an unserem eigentlichem Zielort an und konnten noch relaxen. Tom begrüßte uns kurz, lud uns zum Essen ein und kündigte uns jede Menge Gäste an. In seinem Haus saßen bereits 6 Leute aus Belgien bei Tisch. In zwei Autos fuhren wir zum Tanzort St. Germain de la Grange. Dort warteten schon außer den Clubmitgliedern die Tänzer mit einem Gast aus New York und zwei Deutschen per Motorrad aus Hamburg und Solingen.

Mit 3 Callern aus Frankreich, Belgien und Deutschland und Square Dancern aus 4 Ländern wurde der Clubabend zu einer internationalen Special Clubnight. Bewirtet wurde durch die Mitglieder eines Jugendclubs, die kostenlos Säfte, Kaffee, Tee und Gebäck anboten.

Große Mühe hatte der Gastgeber mit der Afterparty. Wir fuhren von Lokal zu Lokal, überall war bereits geschlossen. Schließlich düsten wir über die Autobahn nach Versailles, wo wir dann endlich fündig wurden. In Anbetracht der Preise hielt sich jeder an einem Glas fest, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Inzwischen war es sehr spät geworden, und wir trennten uns mit französischen Umarmungen.

Die liebenswerte Gastfreundschaft Toms mit Frau Colette und allen Clubmembern ist jederzeit eine Reise wert.


Wie verpacke ich Petticoats
Aus einer Internet Diskussion
Übers.: Editor

... wahrscheinlich werde ich andere Gesichtspunkte von einigen der Damen zu hören bekommen, aber bezüglich Packen und Reisen sagte mir die Eignerin eines Square Dance Shops in Los Angeles, daß sie ihre Petticoats in Plastikbeutel stecken und dann alle Luft mit einem Staubsauger heraussaugen würde. Sie sagte, das würde den Petticoats kein bißchen schaden und sie würden sofort wieder flauschig, wenn sie ausgepackt würden. Nun, nur aus Neugier (wir reisen zur Zeit nicht) haben wir es gestern abend ausprobiert. Wau, schon geschrumpft! Ein 60-yard Cyrstal Petticoat schrumpfte zusammen zu einer Kugel von rund 20 cm Durchmesser. Auf jeden Fall eine Platzersparnis auf Reisen. Und er sah gut aus, als wir die Luft wieder einließen, wir hatten ihn allerdings auch nur wenige Minuten geschrumpft. Ich weiß nicht, wie er nach 3 Wochen Schrumpfung aussähe.

hat das sonst noch jemand probiert? ...

... Wir machen das jetzt schon 10 Jahre lang. Wenn Du zu einem Jamboree usw. gehst und sie (die Petticoats) auspackst, hänge sie ins Bad in die Nähe der Dusche oder Badewanne, fülle diese mit heißem Wasser und gehe zum Essen für die Zeit des Faltenentfernens. Die nächste Frage ist: wie packen wir alles wieder ein?

Antwort: Leih Dir den Hotelstaubsauger vom Zimmermädchen aus.