Mitgliederversammlung der European Association of American Square Dancing Clubs e.V. am 4. Dezember 1999 auf dem Winter Jamboree in Kuchen
Ergebnis der Abstimmung

Die Einsendeschluss für die Abstimmung zur Reduzierung der Anzahl der Jamborees war der 20. November 1999. Bis dahin waren 295 Stimmen eingegangen. Nach diesem Datum erreichten uns 5 weitere Stimmzettel, die aber nicht mehr berücksichtigt werden konnten.

3 unabhängige Tänzer überprüften das Ergebnis am Freitag, den 3. Dezember 1999.

Hier ist nun das offizielle Endergebnis, wie es der Mitgliedschaft während der Allgemeinen Mitgliederversammlung am Samstag morgen bekannt gegeben wurde:

Für 4 Jamborees 38 Stimmen

Für 3 Jamborees 48 Stimmen

Für 2 Jamborees 185 Stimmen

Für 1 Jamboree 23 Stimmen

Und ungültig 1 Stimme.

Die Mitgliedschaft akzeptierte den Wegfall des Spring Jamborees und des Winter Jamborees beginnend mit der neuen Amtszeit des EAASDC Präsidenten (nach dem Fall Round Up 2000).

Alle bereits an Clubs vergebene Jamborees sollen ohne Einschränkung durchgeführt werden.

Alle Optionen sind hinfällig und können aber von den jeweiligen Clubs auf das Datum des zweiten Jamborees übertragen werden.

Darüber hinaus wurde akzeptiert das Datum des zweiten Jamborees auf ein anderes Datum als das bisher geltende Datum für das Spring Jamboree zu verlegen.

Ein Vorschlag war die Fixierung auf das Wochenende nach Christi Himmelfahrt, das klar zwischen Ostern und Pfingsten definiert ist. Ein neuer Vorschlag ist das Wochenende beginnend mit dem ersten Freitag im Mai. Die Diskussion zu diesem Punkt wird fortgeführt und alle Vorschläge für dieses Datum werden bei der nächsten Allgemeinen Mitgliederversammlung besprochen.

Einsendeschluss für weitere Vorschläge:

30. Januar 2000

Margarete & Rainer Scheiblich
EAASDC President

Föhrer Straße 44
65199 Wiesbaden

Fax: 0611 9419721
E-mail: president@eaasdc.de


Friendship Badge
Seine Geschichte und seine Regeln

Das Friendship Badge wurde schon 1970 auf Anregung von Jim und Jean Cholmondeley geschaffen, um den Besuch anderer Clubs zu fördern. Man hatte zunächst nur an eine Version dieses Badge (weiß und rot) gedacht, das als erste Lynn Sandström beim Fall Round Up 1970 erhielt. Ganz schnell zeigte sich jedoch, daß die Idee so gut war, daß Tänzer mehr als 13 Clubs besucht hatten, wofür dieses Badge vorgesehen war. Beim Summer Jamboree 1971 wurde das weiß-goldene Badge für 26 besuchte Clubs geschaffen und dem folgten 1983 das schwarz-silberne Badge für 52 besuchte Clubs und das schwarz-goldene Badge für 104 besuchte Clubs. Inzwischen haben wir Tänzern schon das blau-silberne Badge für 208 besuchte Clubs verliehen. Das Badge für 13 Clubs wurde 1996 abgeschafft.

Die Regeln für das Friendship Badge sind die ganze Zeit im wesentlichen gleich geblieben. Die einzige wichtigere Ausnahme ist, daß ursprünglich nur der Besuch eines Clubs in Europa zählte. Diese Beschränkung ist inzwischen entfallen, so daß heute der Besuch eines Square (oder Round) Dance Clubs auf der ganzen Welt für das Friendship Badge zählt.

Als Nachweis für den Besuch gilt die Unterschrift eines Vorstandsmitglieds des besuchten Clubs im "Friendship Book". Wendet Euch an Euren Clubvorstand, um zu erfahren, wo es dieses Büchlein gibt.

Die Grundidee des Friendship Badge war und ist, den Besuch anderer Clubs zu fördern. Dies bedeutet, daß man eine Unterschrift nur von einem Club erhalten kann, bei dem man nicht Mitglied ist. Eine weitere wichtige Regel besagt, daß man mindestens 2/3 der Tänze eines Clubabends getanzt haben muß. Zusätzlich zur Zahl der zu besuchenden Clubs gibt es für die "höheren" Badges die Regel, daß ein Besuch außerdeutscher Clubs erforderlich ist.


OPEN COUNTRY
Alter Club, neuer Name

Heiner Fischle

1986 startete ich ein Angebot für Contra Dance. Wir tanzten (und tanzen noch immer) jeden zweiten Montag abwechselnd mit einer ganz anderen Gruppe. Einige Jahre später, als meine Arbeit weniger anstrengend wurde und wir entdeckten, dass die andere Gruppe nicht mehr existierte, fügten wir traditionellen und einfachen Square Dance an den abwechselnden Montagen hinzu. Wir sind jedesmal offen für Neulinge, denn unsere Priorität liegt mehr im Tanzen als beim Lernen. Wir zeigen Neulingen das "Dosado" (die schwierigste Figur im Square Dance), den "Swing" (das Schönste am Square Dance) und das "Allemande Left" (die wichtigste Figur), und los geht’s. Einige Leute sind in der Gruppe geblieben, andere sind von hier zu Mainstream und darüber hinaus gekommen (aber erinnern sich hoffentlich noch gerne an diese Montag-Abende). Für die Abdeckung gegenüber der GEMA wurde dies als zweiter Clubabend der "Happy Squares" erklärt, darum sind wir im EAASDC Directory als "Happy Squares – Traditional Style" aufgeführt.1998 bekam ich Probleme mit den Happy Squares und schließlich entschloss sich die Montagsgruppe, der EAASDC als eigenständiger Club beizutreten. Da wir eine offene Gruppe sind und da Square und Contra Dancing zusammen Country Dance ergeben (sagt Ralph Page), schien uns "OPEN COUNTRY" ein angemessener Name. Er wir ab Januar 2000 im EAASDC Directory erscheinen. Als selbständiger Club haben wir auch das Recht auf einen zusätzlichen Class-Abend: wir tanzen Dienstag abends im Freizeitheim Vahrenwald. Beim Durchsehen des Kalenders für das nächste Jahr fiel mir auf, dass der 29. Februar ein Dienstag ist. Ein 29. Februar in einem "00"-Jahr ist SEHR selten und kommt nur alle 400 Jahre vor.Darum werden wir dieses Datum für eine kurzgefasste Zeitreise durch die Geschichte des Square- und Contra-Dance nutzen. Natürlich seid Ihr alle herzlich eingeladen, uns auf diesem LEAP YEAR HOP zu begleiten, so wie Ihr zu jedem unserer Club- oder Class-Abende willkommen seid.


Square Dance in der Wüste
Hardy Maier, Arabian Desert Stars, Jeddah, Saudi Arabien

Dieser Bericht erreichte uns per e-mail von einem Club, der zwar kein EAASDC-Mitglied ist, in dem aber offenbar das BULLETIN gelesen wird.

Heute möchte ich uns einmal kurz vorstellen: Mein Name ist Hardy Maier, ich bin der Präsident des "Arabian Desert Stars Square Dance Club" in Jeddah, Saudi Arabien.

Hier in Jeddah haben wir zwei Square Dance Clubs. "Arabian Desert Stars" wurde 1984 von den Amerikanern gegründet. Im Jahre 1989 wurden wir durch eine Demo auf Square Dancing aufmerksam gemacht. Noch im selben Jahr machten wir die Basic-Mainstream Class, bereits ein Jahr später kam dann noch Plus hinzu.

Vor sieben Jahren haben meine Frau, Anna, und ich den Club als Presidents übernommen. Unsere Mitglieder kommen aus: USA, Deutschland, England, Schweiz, Östereich, Lichtenstein, Libanon, Vietnam, Philippines und Thailand. Einheimische ( Saudis ) können wir im Club leider nicht aufnehmen, da es bei ihnen nicht üblich ist, dass Männer und Frauen zusammen Tanzen. Für uns würde das nur Probleme mit sich bringen.

Zu unseren Aufgaben gehört auch die Ausbildung der neuen Tänzer. Um den Club am Leben zu erhalten führen wir ein oder zweimal pro Jahr eine Basic-Mainstream Class durch. Eine Plus Class wird noch nebenbei gehalten.

Da ich noch niemals die Zeit hatte, um an einer Caller-Ausbildung teilzunehmen, tanzen wir hier ausschließlich zu Schallplatten. Einmal pro Woche, Montags, haben wir unseren Club-Abend, der Mittwoch steht ganz im Zeichen der Ausbildung. Bei der Ausbildung der Class halten wir uns an die Regeln des "CALLERLAB".

Wir hatten schon mehrmals versucht A1/A2 zu lernen, da jedoch die Fluktuation hier sehr hoch ist wurde daraus bis jetzt leider noch nichts, jedoch aufgeschoben ist auch hier in der Wüste nicht aufgehoben.

Ein- oder zweimal im Jahr laden wir einen Caller zu uns ein. Bei unserer Weihnachtsfeier 1998 hatten wir das Glück, Keith Haigh bei uns zu haben. Zu unserer Jamboree – "1001 Nights" – im Aprilil '99 hat uns Tommy Morgenroth für eine Woche auf Trab gebracht. Bei beiden Callern möchte ich mich hiermit nochmals recht herzlich bedanken.

Zur Zeit haben wir 37 Members ( 17 Girls & 20 Boys ). Unsere Class 1998/99 (14 Studenten) haben wir im April 99 zusammen mit Tommy Morgenroth graduiert. Für Tommy war es bereits schon seine 3. Reise in die Wüste.

Jedes Jahr haben wir hier in Jeddah eine Jamboree. Als Caller konnten wir bisher bei uns begrüssen: Keith Haigh (Deutschland), Tommy Morgenroth (Deutschland), Dave Whittington (England), Udo Steinel (Deutschland), Ken Sierecki (USA), Phil Kozlowsky (USA).

Im Mai haben wir eine neue Basic-Mainstream Class mit 15 Students begonnen.