EAASDC President's Letter

Hallo Freunde,

Vor kurzem erhielten wir eine interessante E-Mail von einem Clubpräsidenten, der darin seine Meinung zur Anzahl der Special Dances und möglichen Gründen zur Ausrichtung darlegte, besonders für jene, die drei Tage und länger dauern.

Nach seiner Zählung anhand des Bulletins gab es 46 Wochenendveranstaltungen, während zur selben Zeit gerade mal 2 von 5 EAASDC-/ECTA-Veranstaltungen gesichert waren.

Die Gründe, die er sieht, scheinen klar. Es handelt sich entweder um EGOISMUS oder um Geldmacherei. Welchen Sinn sollte es sonst haben, ein Jubiläum zu feiern, das man privat nie in solchem Rahmen feiern würde, selbst wenn es der eigene Geburtstag wäre?

Die Anzahl der Tänze, die nur deshalb arrangiert werden, um uns die Möglichkeit des Zusammentreffens zu geben und die Freude am Tanzen zu pflegen (selbst unter der Voraussetzung, daß der Club einmal Geld zuschießen muß) ist gering geworden.

Ins Leben gerufen wurden Special Dances mit dem Ziel, miteinander zu tanzen und einander kennenzulernen und besondere Anlässe zu feiern. Heute ist der EAASDC Calendar of Events vollgepackt mit Tänzen; wir haben uns noch nicht die Mühe gemacht zu zählen, aber im Laufe eines Jahres werden wir die Marke von 200 Tänzen leicht überschreiten.

Bei so vielen Tänzen (oft in räumlicher Nähe) müssen sich die Tänzer für eines der vielen Angebote entscheiden. Dadurch ergeben sich nicht selten Tänze mit einer geringen Teilnehmerzahl.

Sind denn unsere Tänze noch attraktiv genug, um eine große Anzahl an Tänzern zu interessieren und die notwendige Anzahl an Tänzern zur Kostendeckung zu erreichen?

Wir denken, und damit folgen wir der Meinung des Clubpräsidenten, daß wir zu unseren Anfängen zurück gehen sollten. Die Veranstaltungen sollten wieder zum Vergnügen aller werden und nicht zum Zankapfel zwischen einzelnen Clubs.

Die Anzahl der Clubs wird weiterhin ansteigen, aber die Anzahl der Wochenenden bleibt. Dies wird zu einer drastischen Verschärfung der Situation führen und unsere Jamborees, die als Platz des Zusammentreffens aller Tänzer (unbeeinträchtigt von lokalen Veranstaltungen) gedacht sind, werden weiter darunter leiden.

Wir glauben, daß jeder Club seine Pläne für Special Dances unter diesen Gesichtspunkten überdenken sollte.

Ist denn wirklich jeder Special Dance notwendig? Etwas weniger ist manchmal mehr.

Wäre es nicht eine bessere Alternative, wenn benachbarte Clubs gemeinsam einen attraktiven Special Dance oder sogar ein Jamboree ausrichten würden?

Bis bald in einem Square,

Rainer & Margarete Scheiblich


Viele Grüße von Eurem
ECTA Round Dance Coordinator!

Jedes Jahr findet am letzten Juniwochenende in einem großen Kongreßzentrum irgendwo in USA die National Square Dance Convention statt.

Dieses Jahr gab sich Charlotte, North Carolina für die 47. National Convention die Ehre. Obwohl in North Carolina gelegen, zeichneten beide Carolinas dafür verantwortlich. Ein paar meiner Eindrücke dieser großartigen Veranstaltung möchte ich an Euch weitergeben, in der Hoffnung, Euch alle dort eines Tages zu sehen.

Positiv waren:

67 Teilnehmer waren aus Deutschland registriert, das zweitgrößte ausländische Kontingent (Japan hatte einen Teilnehmer mehr). Es gab mehr Teilnehmer aus Deutschland als aus einigen US-Bundesstaaten zusammen.

Sämtliches Tanzen fand unter einem Dach statt, verteilt auf 3 Ebenen des Kongreßzentrums, die Entfernung zwischen den Hallen war also relativ kurz. Die Hallengröße richtete sich sehr gut nach der Anzahl der Tänzer, obwohl einige Hallen auffallend leer waren um die Essenszeiten.

Die Gastgeber waren alle sehr effizient, freundlich und jederzeit hilfsbereit. Alle auftauchenden Probleme wurden sofort gelöst. Die Gastfreundlichkeit gegenüber den Callern, Cuern und Instructorn, ja auch gegenüber den internationalen Besuchern wurde großgeschrieben. Ebenso die Sicherheit, es durfte keiner ohne Convention Badge in die Nähe der Tanzhallen.

Eine Vielzahl von Tanzprogrammen wurde von 10 Uhr bis Mitternacht angeboten. Jeder konnte wann und was immer tanzen. Brauchte man Pause, konnte man abseits der Tanzhallen trinken, essen oder einfach nur sich erholen.

Negativ waren:

Nur 13.083 Tänzer waren anwesend, etwa 3000 weniger als erwartet. Einige US-Bundesstaaten aus dem Westen waren sehr schwach vertreten, vielleicht wegen der später stattfindenden US-West Convention in San Francisco.

Einige SD Hallen waren nur durch Vorhänge getrennt. Dadurch gab es manche Probleme mit dem Sound für die Tänzer, die sich in Vorhangnähe aufhielten.

Rounds zwischen den Squares wurden nur in 2 Hallen angeboten - bei MS (in der Singles Hall) und bei PLUS - es wurden jede Stunde nur 2 Rounds gebracht!! (In einer weiteren MS-Halle wurde Line Dancing zwischen den Squares angeboten (2 Tänze alle 2 Stunden!!!).

In den RD-Hallen verrutschte der auf dem Teppichboden verlegte Belag andauernd und mußte (mit Tanzunterbrechung) immer wieder repariert werden.

Es gab in den RD-Hallen zu viele Wiederholungen. Die morgendlichen Workshops wurden aber außer bei den Reviews (7-8 Minuten für Phase II-IV, 20 Minuten für Phase V-VI!) abends nicht gecuet, damit hatte man keine Übungsmöglichkeit. Dies ist aber bei allen National Conventions üblich, nicht nur in Charlotte.

Das Durchschnittsalter der Tänzer ist noch über 55, damit tendiert man zu langsameren Rhythmen. Es gab weit mehr Foxtrott oder Walzer als Cha-Cha oder Jive. Auch sieht die Mehrzahl der Tänzer aus, als würde es keinen Spaß machen, sie tanzen mit den komischsten Gesichtsausdrücken (sind sie so in Konzentration versunken oder leiden sie unter Verstopfung?)

Es gab weit weniger Vorführgruppen als in der Vergangenheit (nur 5), davon waren 4 aus dem Clogging Bereich, damit war die Vielfalt nicht so toll. Auch kam während der Parade der Staaten der Sound aus der nebenstehenden Tanzhalle sehr laut rüber, was doch sehr störend war, insbesondere bei eher stillen Momenten wie der Präsentation der Fahne oder des Singens der Nationalhymne (etwas Patriotismus sei mir erlaubt).

Die Parade, die in der Innenstadt geplant war, mußte aufgrund des heißen Wetters abgesagt werden (es war nun mal ein typischer North Carolina Sommer - 37° bei 100prozentiger Luftfeuchtigkeit).

Die Caller, Cuer und Instructor waren im Adam's Mark Hotel untergebracht, ein 10minütiger Fußweg entfernt. Dadurch war die morgendliche Dusche vergebens: bis man am Kongreßzentrum war, war man wieder naßgeschwitzt. Trotzdem war es nett, mit den Kollegen "nach Geschäftsschluß" zu plaudern.

Nächstes Jahr findet die Convention in Indianapolis, Indiana statt. Ich werde wieder dabeisein, einige von Euch vielleicht auch. Falls Ihr ein Anmeldeformular braucht, wendet Euch gerne an mich.

Herzlichst Euer

Don Casper, ECTA

ECTA RD Coordinator 1996-1998


Zur Woche der Freundschaft
Helaine: helaine@admin.con2.com

Übers.: Editor

Square Dance ist in Musik gesetzte Freundschaft, ich denke das betrifft uns alle am meisten.

Wenn Du die Richtung des Windes nicht ändern kannst, richte die Segel danach aus !!

Stell Dir vor, es gibt eine Bank, die Deinem Konto jeden Morgen 86.000,- DM gutschreibt. Es gibt keinen Übertrag auf den nächsten Tag. Jeden Abend wird der Teil des Guthabens gelöscht, den Du am Tag nicht ausgegeben hast.

Was würdest Du tun? Jeden Pfennig abheben, natürlich!!!

Jeder von uns hat so eine Bank. Ihr Name ist "ZEIT".

Jeden Morgen schreibt sie Dir 86.400 Sekunden gut.

Jede Nacht schreibt sie als Verlust ab, was Du am Tag nicht für einen guten Zweck investiert hast.

Sie überträgt kein Guthaben. Sie erlaubt kein Überziehen des Kontos.

Jeden Tag wird ein neues Konto für Dich eröffnet.

Jede Nacht wird der Rest des Tages vernichtet.

Wenn Du versäumst, die Einlage des Tages zu nutzen, ist es Dein Verlust.

Es gibt kein zurück.

Es gibt keinen Kredit auf "morgen".

Du mußt hier und jetzt vom Guthaben des Tages leben.

Investiere es so, daß Du dafür das Äußerste an Gesundheit, Glück und Erfolg erhältst!

Die Uhr läuft. Mach das Beste aus dem heutigen Tag.

Was bedeutet EIN JAHR, frage den Schüler, der nicht versetzt wurde.

Was bedeutet EIN MONAT, frage die Mutter eines Frühgeborenen.

Was bedeutet EINE WOCHE, frage den Herausgeber einer Wochenzeitung.

Was bedeutet EINE STUNDE, frage die Liebenden, die auf das Treffen warten.

Was bedeutet EINE MINUTE, frage jemanden, der den Zug verpaßte.

Was bedeutet EINE SEKUNDE, frage jemand, der grade einen Unfall vermieden hat.

Was bedeutet eine MILLISEKUNDE, frage jemand, der nur die Silbermedaille in Olympia gewonnen hat.

Hüte jeden Augenblick, den Du hast, wie einen Schatz! Und hüte ihn ganz besonders, wenn Du ihn mit jemand besonderem teilst, besonders genug, um ihm Deine Zeit zu schenken.

Und denke daran, daß die Zeit auf niemanden wartet.

Wirkliche Freunde sind sehr seltene Edelsteine. Sie lassen Dich lächeln und ermuntern Dich zum Erfolg. Sie leihen Dir ihr Ohr, geben ein Lobeswort und wollen uns jederzeit ihr Herz öffnen.

Zeigt Euren Freunden wie sehr Ihr sie mögt

Laßt uns unseren Freunden zeigen, wie gern wir sie haben und was sie uns bedeuten.


Caller Ausbildung
Dieter B. Hesse, Wischhafen

Seid einiger Zeit bin ich Mainstream-Tänzer und lasse nach Möglichkeit kein Special aus, das irgendwie für mich erreichbar ist. Ich hatte vor 4 Jahren meine Graduation und lebe seit mehr als 10 Jahren mit meiner Partnerin (1971 graduiert) zusammen. Von ihr habe ich die Square-Dance-Mentalität und die Square-Dance-Denkweise übernommen.

Ich meine, daß es keine Diskussion über Kleiderordnung und Verhalten im Square Dance zu geben brauchte. Es ist alles traditionell vorgegeben und ich meine, daß es zur Wahrung der Traditionen des Square Dance gehört, diese Rahmenbedingungen zu würdigen und aufrecht zu erhalten.

Kürzlich, auf einem bekannten Special stellten meine Partnerin und ich uns als erstes Paar (Pos.3) auf, um einen Square zu eröffnen. Nachdem wir einige Sekunden gestanden hatten, stellten sich zwei Paare direkt neben uns in Positionen 1 und 3 und eröffneten einen weiteren Square.

Auf meine sofort gestellte Frage, ob sie sich an unserem Square beteiligen wollen, erhielt ich keine Reaktion. Wir sind dort noch kurz stehen geblieben, aber das Umfeld war so besetzt, daß wir beim besten Willen keinen Platz mehr gehabt hätten, unseren Square aufzufüllen.

Diese Verhaltensweise, und sei sie nicht durch Mißachtung oder Ignoranz, sondern nur durch Unachtsamkeit oder Unwissenheit entstanden, finde ich nicht akzeptabel und vollkommen gegen die Etikette des Square Dance.

Das Problem ist, nach eigener Erfahrung, daß es gerade bei uns im Norden Deutschlands zu viele Möchtegern-Caller gibt, die glauben, weil sie vor einem oder zwei Jahren bei einem anderen Möchtegern-Caller tanzen gelernt(?) haben, könnten sie jetzt Students ihre Halbweisheiten nahebringen.

Ist denn niemand zuständig dafür, die Caller zu überprüfen, ob sie die Qualifikation zum Lehren von Square Dance, inklusive der Traditionen, haben?

Ich, als Tänzer, darf nicht auf einem Special oder Klubabend tanzen, wenn ich es nicht gelernt und meine Prüfung (Graduation) hinter mir habe.

Ein Caller braucht scheinbar nur einmal eine Liste der Calls zu lesen und darf sich dann Caller nennen. Um dann in ECTA aufgenommen zu werden, brauchen sie nur drei befreundeten Callern solange auf die Nerven zu gehen, bis die, um ihre Ruhe zu haben, ihre Unterschrift unter die Empfehlung setzen.

Durch dieses verantwortungslose, unreglementierte, desinteressierte und schwammige System ohne Richtlinien ist die Misere im Square Dance entstanden. Nicht, weil die Tänzer schlechter geworden sind, sondern weil es zu viele unfähige, ahnungslose Caller und unmotivierte Clubvorstände gibt, die besser im Schützenverein geblieben wären; aber dort konnten sie sich nicht in der Öffentlichkeit produzieren und mit der Leistung(?) der Tänzer protzen.

Solche Fehlgeleiteten gehören nicht in die Square Dance Szene. Ich hätte lieber 100 Clubs weniger in Deutschland, aber die restlichen wären für jeden Tänzer und Besucher dann wirklich gemäß dem Friendship-Ring ein Platz der Freude, des Spaßes und der Erholung.

Vielleicht überlegt Ihr alle mal, wie es ermöglicht werden kann, daß wirklich nur qualifizierte Personen lehrberechtigt werden und nicht ganze Jahrgänge von Students so schlecht ausgebildet werden, daß von Tanzen und "Fun" für die Mittänzer keine Rede mehr sein kann.

Bis bald in einem Square

Dieter


Betrifft: Tanz-Wochenenden
John Sanderlin, President Heidelberg Hoedowners

Übers.: Editor

Eine Sache, die sich schon lange in mir aufgebaut hat, möchte ich kurz und bündig auf den Punkt bringen. Wie schon öfter werde ich damit jemandem auf die Füße treten, aber es muß gesagt werden!

Beim Blick in das Mai Bulletin zählte ich 46 Wochenend- oder längere Specials, aber nur zwei von 5 ECTA/EAASDC Veranstaltungen hatten Ausrichter. Das machte mich sehr nachdenklich. Werden wir zu egoistisch, wenn es um die vorgesehene Zeit für unsere lokalen Specials geht? Die letzten paar Specials, die ich besuchte, haben in der Zahl der Besucher stark nachgelassen und ich wage zu behaupten deshalb, weil manches zu sehr ins Kraut geschossen ist.

Was für einen Sinn macht ein Special zur Feier des beispielsweise dritten, siebten oder auch des vierunzwanzigsten Clubgeburtstages, drei Tage lang und höchstwahrscheinlich mit mehr Ausgaben las jemals wieder an Einnahmen hereinkommen kann? Ja, manche planen schon so seit Jahren und ich möchte niemanden deshalb Vorwürfe machen, aber ich denke, wir machen damit die Idee eines vierteljährlichen besonderen Festes zunichte, das die Jamboree früher war.

Die bevorstehende Feier von FÜNFZIG JAHREN Square Dance in Heidelberg wäre ein guter Grund für eine 3 Tage Party, aber so wie der Kalender ausseht, werde ich das ganz bestimmt noch einmal überdenken! Ich hoffe, daß die Jamborees auch in Zukunft weiterhin das Ereignis sind, das sie waren, mit größerer Beteiligung an der Hauptversammlung, um einen gangbaren Plan für die Zukunft zu finden. Bei weniger als 30 % Teilnahme gibt es zuwenig Stimmen und Zuhörer, wenn es wirklich zur Sache geht.


Zeiteinteilung ist alles
Calvin Campbell, Homepage: http://www.henge.com/~calvin/

Übers.: Editor

Dies ist der erste Beitrag, den wir von Calvin Campbell veröffentlichen. Er ist seit fast 50 Jahren Tänzer und Caller und bringt in seine Artikel Perspektiven, die nur wenige von uns haben. Er hat drei Bücher verfaßt und ist sehr aktiv in den Community Dance Programmen (CDP). Er ist Mitglied des Vorstandes von CALLERLAB und der herausgeber des CDP Journals, das vierteljährlich von CALLERLAB veröffentlicht wird. Wir können uns auf kommende weitere Artikel von ihm freuen.

"Timing" ist die Anzahl Schritte oder Takte der Musik, die einem Tänzer bis zum Abschluß zur Verfügung steht, bevor die nächste Anweisung erfolgt. Wenn der Caller die volle Schrittzahl abwartet, muß der Tänzer anhalten und warten, bis er den nächsten Call erkannt hat. Der Caller sollte seine nächste Anweisung dann geben, wenn die Tänzer noch in Bewegung sind. Wenn er die Anweisung zu früh gibt, haben die Tänzer leicht das Gefühl, nicht nachzukommen und rennen. Es ist eine heikles Abwägen und erfordert Erfahrung.

Ein CALLERLAB-Ausschuß hat Empfehlungen zum Timing aller Mainstream- und Plus-Calls gegeben. Dieser Ausschuß hat sehr sorgfältig jede Bewegung untersucht, die ein Tänzer im Verhältnis zur Musik machen sollte. Als Ziel sollte erreicht werden, daß die Bewegung geschmeidig beendet werden und bequem zu einer Musik mit 126 - 128 Takten pro Minute getanzt werden kann.

Wenn die Geschwindigkeit der Musik erhöht wird, müssen die Tänzer entweder kleinere Schritte machen oder den Rhythmus der Musik aufgeben. Wenn Tänzer gezwungen werden, den Rhythmus aufzugeben, dann kann man nur noch von "Square laufen", nicht mehr von "Square Tanzen" sprechen. Manche Choreographie führt von selbst zu kleineren Schritten. "Square Thru" ist ein gutes Beispiel: mach kürzere Schritte und drehe Dich enger um die Ecken. Wenn der Caller die Geschwindigkeit der Musik erhöhen möchte, sollte er auch Calls benutzen, die mit kürzeren Schritten gut laufen.

Wenn ein Caller im Timing nicht erfahren ist, wirkt das Tanzen "abgehackt". "Weiches" Tanzen zu erreichen erfordert vom Caller ein präzises Timing und die Erfahrung, die Tänzer in geschmeidigen Bewegungen "fließen" zu lassen. Die Tänzer tragen ebenfalls eine Verantwortung: sie müssen auf die Musik hören und richtig im Takt laufen. Laßt Euch nicht durch schnelles Caller-Geplapper bedrängen. Entspannt Euch und freut Euch an der Musik.


Positionierung
Randy Page, Club Leadership Journal, March 1996

Übers.: Editor

Die erfahrensten Tänzer werden Dir sagen, daß es Dir beim Tanzen eine große Hilfe sein wird, wenn Du Dich selbst richtig Positionierst. Der Schlüssel zur richtigen Position ist die Genauigkeit beim Tanzen. Wenn ein Call vorschreibt, daß Du Dich ¼ drehen sollst und Du drehst zu weit, dann wirst Du die nächste Person für den Rest des Calls oder für den nächsten Call nicht finden. Wenn Du zuwenig drehst, wirst Du vielleicht in der Lage sein, durch den Call zu kommen, aber Du wirst in einer Position enden, die nicht zur anderen Hälfte des Squares paßt. Das läßt die Sache dann später schiefgehen.

Eine Möglichkeit zur Hilfe beim Positionieren ist, sich immer an den Wänden der Tanzhalle auszurichten. Dies hilft sicherzustellen, das Deine Drehungen wirklich ¼,½ oder ¾ sind. Du kannst auch für jede Vierteldrehung die Wände zählen. Die Hände zu halten kann auch helfen, die Formation zu erkennen und genau einzuhalten.

Ein Trick,der Dir helfen wird, den Call "Circulate" präzise auszuführen, ist der Blick auf die Füße des Tänzers vor Dir in der Formation. Wenn Du in seine "Fußstapfen" trittst, weiß Du, daß Du am richtigen Platz stehst.

Ich hoffe diese Tips helfen Euch, erfolgreichere Tänzer zu werden.


Zu: Stichwort "Körbe"
Markus Lorenz, Berlin Swinging Bears und Hippo Hubbubs Berlin

Lieber Ulrich, liebe "Körbegeber",

Du hast sicher recht, wenn Du sagst, daß es verschiedene Arten von Körben gibt. Und darüber, daß das, was Du "echte Körbe" nennst, beim Square Dance eigentlich gar kein Thema sein sollte, sind wir uns sicher alle einig. Aber ich finde, ein Korb ist trotzdem ein Korb auch wenn man versucht ihn schönzureden. Und es ist für die- / denjenigen, die / der zum nächsten Tip aufgefordert hat, immer eine blöde Situation, wenn er / sie wie ein begossener Pudel wieder abziehen muß.

Daran sollte jede / jeder denken, wenn er / sie einen Tanz ablehnt, denn ich denke, genau aus diesem Grund lernt man in der Class, das es beim Square Dance keine Körbe geben soll. Natürlich gibt es Situationen, in denen man einen Tip ablehne darf / muß, z.B. wenn der gegenüber (was zum Glück selten vorkommt) offensichtlich betrunken ist, wenn Frau / Mann eine Pause machen möchte, gerade auf Specials die einen ganzen Tag dauern, oder wenn man den Tip schon versprochen hat.

Aber muß es dann ein brüskes "NEIN" sein, wenn man freundlich um den nächsten Tip gebeten hat? Ich finde, so geht man nicht mit seinen Freunden um. Da sollte Frau / Mann sich nicht zu fein sein, den Grund für den Korb mitanzugeben, z.B. "Ich möchte jetzt gerne eine Pause machen", "Den Tip hab“ ich leider schon vergeben", "Wir unterhalten uns gerade" o.ä. Dazu finde ich Deine Idee, statt dessen einen späteren Tip anzubieten, super! Auch wenn ich schon Tänzerinnen getroffen habe (gibt“s männlich sicher auch), die ziemlich offensichtlich nur mit bestimmten Leuten tanzen. Warum eigentlich???

Ich für meinen Teil nehme eine Aufforderung zum Tanzen auch dann gerne an, wenn ich eigentlich auf dem Weg in die Pause bin, denn zu meiner Apfelsaft-Schorle komm“ ich auch noch nach dem (hoffentlich) schönen Tip mit meinen (vielleicht gerade nach diesem Tip NEUEN) Square Dance Freunden.

Und wenn jemand unbedingt nicht mit mir tanzen will: schade, aber selbst schuld.


Terminabsprachen
Klaus Rohrbach

Christiane und Hans von den Friendship Squares Würzburg haben den geringen Besuch ihrer Veranstaltung am 18.4.98 bedauert und schreiben:

..vielleicht könnte man ja einen Weg finden, die jeweiligen Veranstalter vom gegenseitigen Vorhaben zu informieren. Wir hätten unsere Anniversary auch eine Woche nachverlegen können, wenn wir vom Vorhaben unserer "Konkurrenz" gewußt hätten...

Liebe Friendship Squares,

wir hätten Euch alle gerne besucht, aber irgendwie wart ihr ja wohl nicht so ganz aufmerksam bei der Planung Eurer Veranstaltung. Ich habe mal im Bulletin nachgeschaut, der Termin Eurer "Konkurrenz" Gateway Twirlers stand bereits seit August 1997 im Bulletin, immerhin 8 volle Monate, um sich auf diese Situation einzustellen und den Termin zu verschieben. Merke: in die "Bulle" reinzuschauen bringt wirklich Gewinn.

Andererseits: Euer Ruf nach besserer Koordination ist sicher berechtigt. Im Rhein-Main-Gebiet gab es schon einmal einen solchen Versuch, Petra L. von den Smoky Socks hat sich eine ganze Zeit redlich bemüht, die Veranstaltungstermine zu koordinieren. Soweit ich weiß, ist sie aber daran gescheitert, daß die Clubs die selbst gesetzten Regeln nicht eingehalten haben, kaum jemand hat ihr jemals Clubtermine übermittelt. Ein typisches menschliches Problem, genau wie die Nachlässigkeit bei der Überprüfung der Termine im Bulletin.

Vieleich könne es die "Nordrhein-Westfalen" ja besser: Hartmut H. von den Colonia Swingers hat eine Koordinationsstelle für die Vereine dieser Region aufgebaut, es beteiligen sich bisher etwa 25 der dortigen 60 Vereine an diesem Informationspool und werden einmal pro Quartal mit den entsprechenden Informationen versorgt.

Für diejenigen Rhein-Main“ler, die Zugang zum Internet haben, mag auch eine Terminliste hilfreich sein, die es unter http://home.pages.de/~dan.can/ gibt, dort stehen, alle 2 - 3 Wochen aktualisiert, alle bekannten Termin der Region und auch Termine die im Bulletin nicht erwähnt sind. (Ähnliche Listen gibt es auch für andere Gebiete.)